09.11.2020 15:57

Good News«Das sind dann eben diese Momente des Glücks»

Denise Eggenberger (58) und ein Lieferant von Massivholzmöbeln für ihre Lodge in Grabserberg SG waren verzweifelt, als sie ein Möbelstück in den zweiten Stock transportieren mussten. Unerwartet bekamen sie Hilfe.

von
Adriel Monostori
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«Unglaublich, aber wahr», schreibt Denise Eggenberger in einem Post auf Facebook. Dann schildert sie, wie sie am Samstagabend unerwartet Hilfe von einem Unbekannten erhielt. 

«Unglaublich, aber wahr», schreibt Denise Eggenberger in einem Post auf Facebook. Dann schildert sie, wie sie am Samstagabend unerwartet Hilfe von einem Unbekannten erhielt.

Foto: Denise Eggenberger
Für eine geplante Familien-Alpen-Lodge am Voralp/Grabserberg hatte die 58-Jährige Möbel aus Massivholz bestellt. 

Für eine geplante Familien-Alpen-Lodge am Voralp/Grabserberg hatte die 58-Jährige Möbel aus Massivholz bestellt.

Denise Eggenberger
Das Problem: Sie sind ziemlich schwer. 

Das Problem: Sie sind ziemlich schwer.

Denise Eggenberger

Darum gehts

  • Denise Eggenberger (58) hat Massivholzmöbel für ihre Alpenlodge bestellt.

  • Sie hatte Mühe, dieses mit dem Lieferanten zusammen in den zweiten Stock zu befördern.

  • Plötzlich kommt Ronnie Eberhart (45) vorbei.

  • Der gut trainierte Sportler half spontan aus.

«Die Situation schien hoffnungslos», sagt Denise Eggenberger (58). Während der Winterpause richtete sie eine Familien-Alpenlodge im Berggasthaus Voralp in Grabserberg SG ein. Dafür bestellte die Werdenbergerin Massivholzmöbel. «Die Riesenmöbel sind sehr schwer», sagt sie. Zusammen mit dem Lieferanten wollte Eggenberger am Samstagabend die Möbel in den zweiten Stock tragen. «Ich konnte den Wickeltisch kaum anheben.»

Der Ort, wo das Gasthaus stehe, sei sehr abgelegen. «Normalerweise würden mir die Köche aus dem Berggasthaus helfen», sagt Eggenberger. Sie habe sich bereits überlegt, was sie machen müsste, wenn sie niemanden finden würden. «Wir hätten das Möbel wohl draussen in der Kälte stehen lassen müssen.» Aus dem Nichts sei dann ein rotes Auto erschienen. «Ich erkannte einen richtigen Muskelprotz im Auto. Ich scheute mich nicht, ihn anzusprechen», so die 58-Jährige.

Riesiger Zufall

Im Auto war Ronnie Eberhart (45) mit seiner Freundin. «Als Frau Eggenberger auf uns zukam, dachte ich erst, es sei eine alte Kollegin meiner Freundin, weil sie früher im Berggasthaus gearbeitet hat», sagt Eberhart. Eggenberger wollte aber mit ihm sprechen. «Was für ein riesiges Glück, genau so jemanden wie dich brauche ich jetzt», habe sie ihn angesprochen. Eberhart habe sofort gewusst, was zu tun sei. «Ich sah das Möbelstück und stieg sofort aus dem Auto.» Zu helfen, war für ihn klar. Zusammen mit dem Lieferanten trug er den Wickeltisch die Treppen hinauf. «Es ging richtig schnell, nach nur drei Minuten war er oben», so Eggenberger.

Eberhart nahm früher an Kraftwettkämpfen teil. Nachdem er sich einige Verletzungen zugezogen habe, habe er damit aufgehört. «Irgendwann ist Schluss. Ich trainiere aber immer noch regelmässig», so der 45-Jährige. Ab und zu werde er gefragt, ob er helfen könne, schwere Dinge zu tragen. «Ich half einmal, einen alten Banktresor in eine Wohnung zu tragen. Den mussten wir sogar zu dritt tragen», so Eberhart.

Eggenberger ist über den Zufall derart froh, dass sie die Story sogar auf Facebook postete. «Das sind dann eben diese Momente des Glücks», schreibt sie dazu.

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