09.09.2020 20:49

Hauttransplantate, Drohnen und PferdeüberwachungDas sind die besten Schweizer Start-ups

Eine Jury kürt die 100 innovativsten Schweizer Jungunternehmen. Der diesjährige Gewinner stellt menschliche Hauttransplantate für Verbrennungsopfer her.

von
Barbara Scherer
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Platz 10 belegt Insolight SA aus Waadt.

Platz 10 belegt Insolight SA aus Waadt.

Ventruelab
Das Start-up stellt effiziente Solar Panels her. (Symbolbild)

Das Start-up stellt effiziente Solar Panels her. (Symbolbild)

KEYSTONE
Platz 9 gehört dem Ingenieur Start-up Creal SA aus Waadt.

Platz 9 gehört dem Ingenieur Start-up Creal SA aus Waadt.

Ventruelab

Darum gehts

  • Die Organisation Ventruelab hat die besten 100 Start-ups gekürt.
  • Die besten drei Jungunternehmen stammen alle aus Zürich.
  • Platz 1 belegt eine Firma, die Menschen mit grossflächigen Verbrennungen hilft.

Über 44’500 Start-ups wurden letztes Jahr in der Schweiz gegründet: So viele wie noch nie. Damit gehört die Schweiz zu den innovativsten Volkswirtschaften. Die Organisation Ventruelab hat nun die 100 besten Schweizer Start-ups gekürt.

Eine Jury von 100 Investoren und Start-up-Experten zeichnet zum 10. Mal die innovativsten Unternehmen aus. Insgesamt wurden in den letzten Jahren 435 Start-ups hierzulande gekürt. Sie haben zusammen mehr als 5,4 Milliarden Franken bei Investoren gesammelt. Das sind die diesjährigen Gewinner:

Therapie gegen Verbrennungen

Auf dem ersten Platz landet das Zürcher Jungunternehmen Cutiss: Das Life-Sciences-Start-up stellt menschliche Hauttransplantate her. Diese sind individuell angepasst und können grossflächig angewendet werden.

Damit bietet das Jungunternehmen Kindern und Erwachsenen, die an Verbrennungen oder Verbrühungen leiden, eine zugängliche Therapie an. Zudem sollen die Transplantate von Cutiss nur minimale Narben hinterlassen. Das Start-up wurde 2016 von den Ärzten Daniela Marino und Fabienne Hartmann-Fritsch gegründet.

Starke Drohnen für das Bauwesen

Für den zweiten Platz ist das in Zürich ansässige Start-up Wingtra nominiert. Die Firma entwickelt vertikal startende und landende Drohnen für Vermessungszwecke. Bereits setzen über 70 Länder auf allen Kontinenten diese Drohnen ein.

Besonders Firmen im Bergbau, im Bauwesen, in der Landwirtschaft sowie der Stadt- und Raumplanung profitieren von den leistungsstarken Vermessungsdrohnen. Gegründet wurde das Unternehmen 2016 von Maximilian Boosfeld (CEO), Basil Weibel (CTO) und Elias Kleinmann (CFO).

Pferde aus der Ferne überwachen

Piavita belegt den dritten Platz. Das Medtech-Start-up aus Zürich will die Veterinärmedizin mit neuen digitalen Lösungen verändern. Die Firma ermöglicht die Fernüberwachung von kranken Pferden mit einer Kombination aus Sensoren, Big Data und künstlicher Intelligenz.

Dabei wird den Tieren ein Sensor mit einem Gürtel an den Körper geschnallt. Die eingebaute Softwarelösung überwacht dann die Körperfunktionen des Pferdes. Die Daten können in Echtzeit aus der Ferne eingesehen werden. Gegründet wurde das Unternehmen 2019 von Dorina Thiess und Sascha Bührle.

Welche weiteren Start-ups gekürt wurden, erfährst du in der Bildergalerie oben.

Das ist der Start-up Award

Seit 2011 organisiert Venturelab jährlich den Top 100 Swiss Start-up Award. Die 100 innovativsten und vielversprechendsten Schweizer Start-ups werden von einer Jury aus 100 führenden Investoren und Start-up-Experten ausgewählt. Alle Jurymitglieder nominieren 10 Schweizer Start-ups, die jünger als fünf Jahre sind und das grösste kommerzielle Potenzial aufweisen.

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13 Kommentare
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Lify

10.09.2020, 21:32

Die zweitplatzierte Firma wurde von VIER Personen gegründet. Die Qualität der Recherche lässt zu wünschen übrig.

Marko35

10.09.2020, 11:22

Super Sache

Frau Redaktorin

10.09.2020, 08:47

Das Unternehmen, das gewonnen hat, wurde von zwei Ärzten gegründet. Herr Maier und Herr Müller? Nein, beides Frauen, also Ärztinnen! Wieso schafft es eine Zeitung nicht, die Wahrheit zu schreiben?