Junge Unternehmen: Das sind die besten Städte für Start-up-Angestellte
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Junge UnternehmenDas sind die besten Städte für Start-up-Angestellte

Ein neuer Vergleich zeigt, welche Städte die besten Bedingungen für Mitarbeiter von Start-ups bieten. Auch eine Schweizer Stadt schafft es in die Top 10.

von
lin
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85 Städte hat der Wohnungsvermittler Nestpick für einen neuen Index verglichen.

85 Städte hat der Wohnungsvermittler Nestpick für einen neuen Index verglichen.

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Das sind die besten Städte für Angestellte von Start-ups. Platz 10: Toronto, Kanada

Das sind die besten Städte für Angestellte von Start-ups. Platz 10: Toronto, Kanada

epa/Warren Toda
Platz 9: Hamburg, Deutschland

Platz 9: Hamburg, Deutschland

Axel Heimken

Singapur ist die beste Stadt für Angestellte von Start-ups. An zweiter Stelle folgt die finnische Hauptstadt Helsinki vor San Francisco und Berlin. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Städte-Ranking der Wohnungsvermittlungsplattform Nestpick. Die 85 berücksichtigten Städte wurden in den fünf Hauptkategorien Startup-Ökosystem, Gehälter, Steuer- und Sozialleistungen, Lebenshaltungskosten und Lebensqualität bewertet.

Singapur schneidet dabei vor allem in den Bereichen Start-up-Ökosystem, Einkommenssteuern, Gesundheitssystem und Sicherheit sehr gut ab. Nur mässig konnte der südostasiatische Stadtstaat bei den Ferientagen sowie bei der Gleichberechtigung punkten.

Neuer Fonds für Schweizer Start-ups

Zürich, die einzige Schweizer Stadt im Ranking, landete auf dem siebten Platz, knapp hinter Stockholm und Tel Aviv. Die grösste Schweizer Stadt erreichte in allen Kategorien eine hohe Punktzahl – mit zwei Ausnahmen: Das hohe Preisniveau wirkte sich negativ auf die Bewertung der Lebenshaltungskosten aus. Und: Im Vergleich mit den übrigen Städten in den Top 15 ist der Wert für das Start-up-Ökosystem in Zürich klar am tiefsten. Für diese Kategorie wurde einerseits verschiedene Innovationsindizes, die Anzahl an Start-ups sowie die Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten berücksichtigt.

In der Schweiz gibt es verschiedene Initiativen, die die Situation von Start-ups verbessern wollen. Im Juli wurde etwa bekannt, dass unter dem Patronat von Bundesrat Johann Schneider-Ammann ein Fonds entsteht, der über ein Kapital von 500 Millionen Franken verfügen und in Schweizer Start-ups investieren soll.

Im Juni sorgten zwei Parlamentsentscheide allerdings für Enttäuschung in der Szene. Der Nationalrat wollte nichts von einer neuen Regelung der Besteuerung von Start-ups wissen. Der Vorschlag sah vor, dass Angestellte und Inhaber von Start-ups im Vergleich zur heutigen Situation steuerlich entlastet werden. Der zweite Vorstoss forderte ein spezielles Start-up-Visum. Damit hätten Firmengründer einfacher eine Bewilligung erhalten, sich in der Schweiz befristet niederzulassen. Der Bundesrat und der Ständerat lehnten das ab.

Afrikanische Städte im Hintertreffen

Am besten in Sachen Start-up-Ökosystem schneidet im Nestpick-Vergleich San Francisco ab. Berlin und Tel Aviv folgen in dieser Kategorie knapp hinter der US-Stadt. Die hintersten Plätze – sowohl im Bereich Ökosystem als auch im Gesamtranking – belegen die drei afrikanischen Städte Tunis, Lagos und Nairobi.

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