Lust an Politik verloren – Das sind die Gründe für den Rücktritt von Sebastian Kurz
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Lust an Politik verlorenDas sind die Gründe für den Rücktritt von Sebastian Kurz

Der ehemalige Kanzler will am Donnerstag seinen umfassenden Rückzug aus der Politik bekanntgeben. Enge Vertraute sehen mehrere Gründe für den Kurswechsel des Star-Politikers.

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Sebastian Kurz wird heute wohl seinen Rücktritt von allen politischen Positionen bekanntgeben.

Sebastian Kurz wird heute wohl seinen Rücktritt von allen politischen Positionen bekanntgeben.

Reuters/Lisi Niesner
Damit hat der Politiker in Zukunft mehr Zeit für seine Familie, die seit Samstag mit der Geburt von Sohn Konstantin um eine Person gewachsen ist.

Damit hat der Politiker in Zukunft mehr Zeit für seine Familie, die seit Samstag mit der Geburt von Sohn Konstantin um eine Person gewachsen ist.

Facebook/Sebastian Kurz
Zuvor wurde der Alt-Bundeskanzler beim Einkaufen von Baby-Artikeln in der Ikea gespottet.

Zuvor wurde der Alt-Bundeskanzler beim Einkaufen von Baby-Artikeln in der Ikea gespottet.

heute.at/News-Scout

Darum gehts

  • Sebastian Kurz wird am Donnerstag sein Amt als ÖVP-Chef niederlegen und sich komplett aus der Politik zurückziehen.

  • Zuvor zwang ihn die Korruptionsaffäre rund um Inserate in österreichischen Medien zum Rücktritt von seinem Posten als Bundeskanzler.

  • Gemäss seinem engen Umfeld will sich Kurz nun vermehrt auf seine Familie konzentrieren.

Um 11.30 Uhr wird der ehemalige Bundeskanzler seine Entscheidung der Öffentlichkeit bei einer Pressekonferenz verkünden. Sebastian Kurz, der am Wochenende Vater geworden ist, will sich damit ins Private zurückziehen und beruflich neu orientieren.

«Begeisterung ging verloren»

Hintergrund sind die Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wegen Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit gegen ihn und sein enges Umfeld. Es geht um heikle Chat-Protokolle und frisierte Umfragen aus dem Jahr 2017, die in der Zeitung «Österreich» veröffentlicht wurden und Kurz den Weg ins Kanzleramt geebnet haben sollen. Durch die ständigen Vorwürfe sei «die Begeisterung bei ihm zuletzt merkbar verloren gegangen», sagen enge Vertraute.

Mehr Zeit für Familie

Ausserdem will sich der Altkanzler mehr seiner Familie widmen und das neue Babyglück mit seiner Partnerin Susanne geniessen. Erst am vergangenen Wochenende sind die beiden Eltern geworden. Stolz postete Kurz am Sonntag ein erstes Foto des jungen Familienglücks auf Facebook. Als der 35-Jährige seinen Sohn Konstantin erblickte, habe es Klick gemacht, der komplette Rückzug aus der Politik sei damit endgültig beschlossene Sache gewesen, heisst es aus seinem Umfeld.

Wie es beruflich für Kurz weitergeht? Er mache sich keine Sorgen, sagen Weggefährten gegenüber «heute.at». Als heissester Kandidat für den Sessel des ÖVP-Chefs wird nun Innenminister Karl Nehammer gehandelt.

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(heute.at/bho)

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