Pizza selber machen: Das sind die häufigsten Fehler
Beim Pizzaselbermachen kann man einige Fehler begehen. 

Beim Pizzaselbermachen kann man einige Fehler begehen. 

Nataliya Vaitkevich
Publiziert

Zutaten und ZubereitungDas sind die häufigsten Fehler beim Pizzabacken

Ist deine selbstgemachte Pizza bereits perfekt oder fragst du dich immer, wieso sie es noch nicht ist? Wirf einen Blick auf die gängigsten Fehler beim Pizzaselbermachen. 

von
Luise Faupel

Wie in Italien, bei der italienischen Nonna oder beim besten Pizzarestaurant der Stadt schmeckt sie vielleicht (noch) nicht – trotzdem gibst du nicht auf und fragst dich immer wieder, wie deine selbstgemachte Pizza noch besser werden könnte? Diese Fehler unserer Liste solltest du vermeiden.

Pizzateig in den Kühlschrank stellen

Anders als die Zutaten für den Belag sollte der Pizzateig selbst eher nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Anders als die Zutaten für den Belag sollte der Pizzateig selbst eher nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Getty Images/iStockphoto

Einige hoffen, die Gärung des Pizzateigs mittels Kaltstellen im Kühlschrank zu beschleunigen. Der perfekte Pizzateig entsteht aber bei Raumtemperatur. Und mit viel Geduld.

Lass deinen Teig deshalb nicht im Kühlschrank, sondern lieber im Raum oder unter einer Bettdecke ruhen, damit er gären und aufgehen kann. Wenn er etwa 24 Stunden ruht – die genaue Zeit hängt von der Menge an Hefe ab – wird er nicht nur besser aufgehen, sondern auch verträglicher sein. 

Falsche Reihenfolge bei den Zutaten

Hast du dir schon einmal Gedanken über die Reihenfolge des Beifügens der Pizzateig-Zutaten gemacht? Solltest du. 

Hast du dir schon einmal Gedanken über die Reihenfolge des Beifügens der Pizzateig-Zutaten gemacht? Solltest du. 

Thirdman / Pexels

Ein gängiger Fehler beim Zubereiten des Pizzateigs ist es, die Zutaten in falscher Reihenfolge zu vermengen – das hat einen grossen Einfluss auf die Konsistenz vom Teig. Beginne immer mit Mehl und Hefe, dann erst wird langsam Wasser beigefügt. Nach dem Wasser wird gesalzen. Salz und Hefe sollte man niemals zusammen hinzufügen, denn das Salz verhindert die Hefeaktivierung – dein Teig geht dann weniger auf. 

Den Backofen nicht heiss genug werden lassen

Dein Backofen sollte mindestens 45 bis 50 Minuten lang bei maximaler Temperatur vorheizen, bevor du mit dem Backen beginnst. Der Pizzateig braucht die Höchsttemperatur, denn sie sorgt dafür, dass der Pizzaboden gleichmässig knusprig und kross wird, der Belag dagegen schön saftig bleibt.

Geduld gilt auch beim Vorheizen des Ofens – stelle sicher, dass deine Pizza in einem schön heissen Ofen gebacken wird. 

Geduld gilt auch beim Vorheizen des Ofens – stelle sicher, dass deine Pizza in einem schön heissen Ofen gebacken wird. 

Cottonbro / Pexels

Wenn man eine hohe Temperatur (optimal wären 250 Grad Celsius) nutzt, wird der Teig jenem, der auf einem Pizzastein oder im Pizzaofen gebacken wurde, am nächsten kommen. «Traurig, aber wahr: In einem normalen Backofen wird dir die schöne Kruste niemals richtig gelingen, ohne dass die Zutaten verbrennen oder der Mozzarella zu flüssig wird. Pizzaöfen im Resti werden bis zu 500 Grad Celsius heiss – bis der Teig ready ist, braucht es hier meist nur eine Minute», verrät uns Foodscout Richard Kägi. 

Im vorgeheizten Ofen braucht eine selbstgemachte Pizza rund zehn Minuten – je nach Dicke deines Teigs. Geringere Temperaturen bedeuten eine längere Backzeit, was meistens auf Kosten des Geschmacks geht. 

Das falsche Mehl verwenden

Zum Strecken des Teigs sollte kein normales Mehl, sondern eher Griessmehl verwendet werden. Normales Mehl wird vom Teig einfach aufgesogen – er bekommt eine andere Textur und ist weniger elastisch. Schade, wenn man vorher geduldig gewartet hat, dass er schön aufgeht.

Damit sich dein Pizzateig nach dem Ausrollen nicht wieder zusammenzieht, solltest du zum Strecken auf das richtige Mehl setzen. 

Damit sich dein Pizzateig nach dem Ausrollen nicht wieder zusammenzieht, solltest du zum Strecken auf das richtige Mehl setzen. 

Gagan Cambow / Pexels

Statt Griessmehl kann man auch Maismehl nutzen. Dadurch kann sich jedoch der Geschmack des Teigs verändern. Ausserdem beliebt ist das Mehl Tipo 00. Du findest es in Feinkostgeschäften oder online. Dadurch wird dein Teig schön fluffig und zieht sich nach dem Ausrollen nicht wieder zusammen. 

Keine wärmeleitende Backfläche benutzen

Du willst eine dünne, krosse Pizza? Dann investiere in einen Pizzastein.

Du willst eine dünne, krosse Pizza? Dann investiere in einen Pizzastein.

Nataliya Vaitkevich / Pexels

Damit der Boden der Pizza durchgart und seine beliebte halbfeste und doch zarte Textur bekommt, lohnt es sich, in einen Pizzastein zu investieren. Viele Pizzasteine sind aus Keramik, was dabei hilft, eine gleichmässige Hitze zu erreichen. Bei einem Metall-Backblech ist das eigentlich nicht möglich.

Falls auch du schon mal irgendwo gelesen hast, man könne stattdessen ein umgekehrtes Backblech verwenden: «Das ist totaler Quatsch. Da sich dieses zusätzlich beim Erhitzen wölbt, würde alles vom Blech herunterfliessen», so Kägi. Benutzt du einen Pizzastein, solltest du auch hier den Ofen eine Stunde vorher mit Stein darin auf voller Hitze vorheizen.»

Tomaten und Mozzarella nicht abwässern lassen

Lasse die Tomaten für die selbstgemachte Pizzasauce gut abwässern, püriere und würze die Sauce und backe die Pizza zunächst nur mit Sauce vor.

Lasse die Tomaten für die selbstgemachte Pizzasauce gut abwässern, püriere und würze die Sauce und backe die Pizza zunächst nur mit Sauce vor.

Katerina Holmes / Pexels

Eine DIY-Pizzasauce macht bei einer selbstgemachten Pizza noch mal einiges aus. Dafür werden Tomaten gehackt oder aus der Dose genommen. Wichtig ist, sie in einem Sieb ordentlich abwässern zu lassen. Der Prozess wird beschleunigt, wenn man die Tomatenwürfel mit Salz bestreut. Im Anschluss kannst du die Sauce mit Gewürzen und Co. nach Belieben zubereiten. 

Auch Mozzarella solltest du richtig abwässern lassen. So verteilt sie nicht zu viel Flüssigkeit auf Belag und Teig. Mozzarella kannst du übrigens auch zupfen, statt sie in Scheiben zu schneiden. 

Zu wenig Wasser verwenden

Damit dein Pizzateig beim Backen nicht zu trocken wird, ist genügend Wasser entscheidend. Viele verwenden nur ein Drittel der Flüssigkeit, was nicht ausreicht. Besser ist es, rund 40 Prozent Wasser mit 60 Prozent Mehl zu mischen. 

Die Pizza bereits fertig belegt backen

Statt deine Pizza komplett fertig belegt zu backen, kannst du sie nächstes Mal zunächst mit Sauce bestrichen vorbacken. 

Statt deine Pizza komplett fertig belegt zu backen, kannst du sie nächstes Mal zunächst mit Sauce bestrichen vorbacken. 

Katerina Holmes / Pexels

Möchtest du mal etwas Neues ausprobieren, backst du deine Pizza zunächst nur mit Sauce bestrichen vor und belegst sie nach der halben Backzeit mit deinen gewünschten Zutaten. So wird garantiert, dass der Boden die perfekte Konsistenz hat und bestimmte Zutaten nicht zu lang im Ofen sind – wodurch sie Geschmack und Konsistenz eher behalten.

Hast du weitere Tipps fürs Pizzabacken daheim? Teile sie mit der Community!

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