18.10.2020 12:17

Entscheide des BundesratsDiese Corona-Massnahmen gelten jetzt

Maskenpflicht, Homeoffice-Empfehlung und Einschränkungen für private Feste: Der Bundesrat will die Ausbreitung des Coronavirus mit diversen Massnahmen bremsen.

von
Pascal Michel
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Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am Sonntag verschiedene neue nationale Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erlassen.

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am Sonntag verschiedene neue nationale Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erlassen.

KEYSTONE
Ab Montag, 19. Oktober, sind im öffentlichen Raum spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten, heisst es in einer Mitteilung.

Ab Montag, 19. Oktober, sind im öffentlichen Raum spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten, heisst es in einer Mitteilung.

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Zudem gelten in öffentlich zugänglichen Innenräumen eine Maskenpflicht. Dies gilt auch für  allen Bahnhöfe, Flughäfen und an Bus- und Tramhaltestellen. 

Zudem gelten in öffentlich zugänglichen Innenräumen eine Maskenpflicht. Dies gilt auch für allen Bahnhöfe, Flughäfen und an Bus- und Tramhaltestellen.

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Darum gehts

  • Der Bundesrat reagiert auf die explodierenden Fallzahlen.

  • Er erlässt eine schweizweite Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen.

  • Weiter sind ab Montag Ansammlungen von mehr als 15 Personen im öffentlichen Raum verboten.

  • Bei Familienfesten gelten strengere Regeln.

  • In Restaurant, Bars und Clubs darf nur noch sitzend konsumiert werden.

Schon ab Montag gelten in der Schweiz neue Corona-Massnahmen. Dies hat der Bundesrat an seiner ausserordentlichen Sitzung am Sonntag beschlossen. Die Massnahmen im Überblick:

Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen

Der Bundesrat führt eine schweizweit einheitliche Maskenpflicht ein. In öffentlich zugänglichen Innenräumen muss neu eine Maske getragen werden – zuvor hatten dies schon zahlreiche Kantone verfügt.

Die Maskenpflicht gilt in Geschäften, Einkaufszentren, Banken, Poststellen, Museen, Bibliotheken, Kinos, Theatern, Konzertlokalen, Innenräumen von zoologischen und botanischen Gärten und Tierparks, Restaurants, Bars, Discos, Spielsalons, Hotels (mit Ausnahme der Gästezimmer), Eingangs- und Garderobenräume von Schwimmbädern, Sportanlagen und Fitnesszentren, in Arztpraxen, Spitälern, Kirchen und religiösen Einrichtungen. Eine Maskenpflicht gilt auch in allen Bahnhöfen, Flughäfen und an Bus- und Tramhaltestellen.

Keine nationale Maskenpflicht verhängt der Bundesrat für Kitas und Schulen. Dies regeln weiterhin die Kantone und die Institutionen selbst im Rahmen ihrer Schutzkonzepte.

Die Massnahmen im Überblick.

Die Massnahmen im Überblick.

BAG

Vorgaben für private Veranstaltungen

Viele Personen stecken sich an Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis mit dem Coronavirus an. Diese Veranstaltungen sollen wenn möglich vermieden werden. An privaten Veranstaltungen mit über 15 Personen darf künftig nur sitzend konsumiert werden. Wer nicht an seinem Platz sitzt, muss eine Maske tragen. Ausserdem müssen die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten und die Kontaktdaten erhoben werden. Private Veranstaltungen mit über 100 Personen müssen analog den öffentlichen Veranstaltungen über ein Schutzkonzept verfügen, sie dürfen zudem nur in öffentlich zugänglichen Einrichtungen durchgeführt werden.

Keine Versammlungen von mehr als 15 Personen

Im öffentlichen Raum sind spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. Damit soll insbesondere verhindert werden, dass private Anlässe in den öffentlichen Raum verlagert werden. Organisierte Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind mit den entsprechenden Schutzmassnahmen weiterhin erlaubt, etwa politische Kundgebungen.

In Bars und Restaurants darf nur sitzend konsumiert werden

Das Konsumieren von Speisen und Getränken in Restaurants, Bars oder Clubs ist nur noch sitzend erlaubt, unabhängig davon, ob in Innenräumen oder im Freien.

Homeoffice-Empfehlungen

Der Bundesrat hat zudem die «Covid-19-Verordnung besondere Lage» mit einem Absatz zum Homeoffice ergänzt. Arbeitgebende sind verpflichtet, die Homeoffice-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu beachten. Mit dem Arbeiten zu Hause könnten grössere Menschenansammlungen vor allem zu Stosszeiten vermieden und enge Kontakte am Arbeitsplatz reduziert werden. Zudem werde das Risiko vermindert, dass bei einem Covid-19- Fall ganze Arbeitsteams in Quarantäne müssen.

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2598 Kommentare
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Mehr davon

19.10.2020, 21:55

Nichts verhindert den nächsten Lockdown. Weil wir nicht genug brav waren wird dann erklärt. Alles kommt genau so wie kommen muss. Amen.

Aisha

19.10.2020, 21:42

Ahmed fahre trotzdem bmw m3 in mc drive und.kauft bigmac menu

XD

19.10.2020, 21:21

Von einem Extrem ins andere vor kurzer Zeit durfte man noch an Fussball Matches und an Eishockey Matches. Und nun kaum noch ohne Maske herum laufen. War wohl etwas zu leger und nicht verhältnismässig das man noch an offene Veranstaltungen gehen konnte. Und was hat uns das gezeigt die Masken bringen doch nicht so viel. Haben ja alle Masken getragen und trotzdem sind die Zahlen gestiegen.