Seilbahnunglück bei Stresa IT - Das sind die Opfer der Tragödie am Monte Mottarone
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Seilbahnunglück bei Stresa ITDas sind die Opfer der Tragödie am Monte Mottarone

14 Menschen verloren bei einem schweren Seilbahnunglück in Norditalien ihr Leben. Ein Kind liegt schwer verletzt im Spital – der Rest seiner Familie ist tot.

von
Karin Leuthold

Es sollte ein Seilbahnausflug bei malerischer Kulisse werden, doch er endete in einer Tragödie. Mindestens 14 Menschen fanden den Tod, ein fünfjähriges Kind verlor seine ganze Familie.

Ganze Familie aus Israel ausgelöscht

Eine ganze israelische Familie kam beim Seilbahnunglück von Stresa ums Leben: Der junge Vater Amit Biran mit seiner Frau Tal Peleg (27) und Söhnchen Tom (2), der im italienischen Pavia geboren wurde, starben. Auch seine Mutter Barbara Konisky Cohen (71) und Vater Tshak Cohen (83), die aus Israel zu Besuch gekommen waren, befinden sich unter den Toten. Das junge Paar lebte seit einigen Jahren in Italien: Amit Biran studierte Medizin an der Mailänder Uni und engagierte sich in seiner Freizeit für die jüdische Gemeinde in Mailand.Das verletzte Kind im Kinderspital von Turin ist der älteste Sohn von Amit und Tal.

Silvia und Alessandro

Silvia Malnati (27) und Alessandro Merlo (29) waren seit drei Jahren verlobt. Erst kürzlich waren sie in Varese zusammengezogen, in eine Wohnung direkt über der seiner Eltern. Nachbarin Rosa erzählt «La Reppublica» unter Tränen: «Silvia war immer fröhlich. Vor drei Tagen habe ich sie zuletzt gesehen, da begrüsste sie mich mit einem Lächeln auf den Lippen.» Silvia arbeitete als Büroangestellte, Alessandro studierte Medizin.

Angelo und Roberta

Angelo Gasparro (45) und Roberta Pistolato (40) aus Bari waren vor einiger Zeit nach Mailand gezogen, weil es ihnen in Norditalien besser gefiel. Früher arbeitete Roberta als Ärztin, in letzter Zeit war sie in einem Impfzentrum tätig. Mit dem Seilbahn-Ausflug wollten die beiden Robertas runden Geburtstag feiern.

Vittorio, Elisabetta und Söhnchen Mattia

Vittorio Zorloni (55), seine Partnerin Elisabetta Personini (38) und der gemeinsame Sohn Mattia (5) kamen beim Unglück ums Leben. Die Familie stammt aus Vedano Olona, einer Gemeinde südöstlich von Varese.Wie «Varese News» berichtet, wollten Mattias Eltern am kommenden 24. Juni heiraten. In Vedano Olona ist der Schock gross: «Das ist eine grosse Tragödie», sagt Bürgermeister Cristiano Citterio. Die Nachricht vom Unfall am Sonntagmittag schockierte ihn. «Zu wissen, dass eine ganze Familie zerstört wurde, bricht mir das Herz.»

Serena und Mohammadreza

Auch Serena Cosentino und Mohammadreza Shahaisavandi haben ihr Leben in der Tragödie verloren. Die 27-jährige Serena ist ursprünglich aus Diamante, in Süditalien, arbeitete aber zuletzt in einem Wasserforschungsinstitut in Verbania, in der Nähe des Unglücksorts. Sie war erst vor wenigen Monaten in den Norden des Landes gezogen. Ihr Verlobter Mohammadreza, der in Rom studierte, aber auch aus ihrem Heimatort kam, besuchte sie für ein Wochenende.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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(roy)

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