Kartoffelsorten: Welche Kocheigenschaft braucht es für Raclette?
Welche Kartoffeln du für dein Raclette wählst, erfährst du im Artikel. 

Welche Kartoffeln du für dein Raclette wählst, erfährst du im Artikel.

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Grosser Kartoffel-GuideDas sind die perfekten Kartoffeln für dein Raclette

Kartoffeln unterscheiden sich in ihren Kocheigenschaften. Wenn du das nächste Mal vor der endlosen Auswahl im Supermarkt stehst, hilft dir unser Guide bei der richtigen Wahl.

von
Luise Faupel

Die Kartoffel ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt, das sieht man auch daran, dass jährlich etwa 376 Millionen Tonnen Kartoffeln für Nahrung, Tierfutter und die Herstellung von Alkohol geerntet werden. Die Knollen sind gesund: neben Kohlenhydraten geben sie wichtige Ballast- und Mineralstoffe. Schön und gut, aber welche Kartoffelart kauft man denn für welches Gericht?

Welche Kartoffel für welches Gericht?

Alle im Handel erhältlichen Speisekartoffeln müssen nach ihren Kocheigenschaften eingeordnet werden. In der EU gibts vier Kochtypen, bezeichnet mit den Buchstaben A bis D. In der Schweiz werden festkochende Kartoffeln grün, mehligkochende Kartoffeln blau, hochtemperaturgeeignete Kartoffeln rot und Spezialitäten, wie Raclette- oder Frühkartoffeln, braun oder gelb auf der Verpackung gekennzeichnet.

Festkochende Kartoffeln für Raclette und Gratin

Festkochende Kartoffeln gehören zu den Kochtypen A und A-B. Sie sind länglich oval und werden in ihrer Konsistenz als fest und feucht bezeichnet. Da sie zudem feinkörning sind, springen sie beim Kochen nicht auf und eignen sich deshalb gut für Bratkartoffeln, Kartoffelgratin oder Kartoffelsalate. Auch fürs Raclette werden Gschwellti gereicht also festkochende, mittelgrosse Kartoffeln. Ihr Geschmack gilt als mild bis kräftig.

Kartoffelchips und Co.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln für Suppen

Vorwiegend festkochende Kartoffeln gehören zu den Kochtypen B-A und B. Ihre Form ist recht uneinheitlich, weshalb es sich beim Kauf im Supermarkt lohnen kann, einzelne mit einheitlicher Grösse zu kaufen, statt im Netz. Auch sie sind feinkörnig und eher feucht. Beim Kochen können sie minimal aufspringen. Sie sind perfekt für Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln, Suppen oder auch für den Tiktok-Hype Hasselback-Kartoffeln, siehe Instagram Post.

Mehlig kochende Kartoffeln für Kartoffelpüree

Mehlig kochende Kartoffeln gehören zu den Kochtypen B-C und C. Sie sind uneinheitlich in der Form, grobkörnig und eher trocken. Häufig springen sie beim Kochen auf und sind deshalb für Gerichte geeignet, wo sie nicht in ganzer Form sein müssen – Eintöpfe oder gestampftes Kartoffelpüree.

Hochtemperaturgeeignete Kartoffeln für Pommes

Zur sogenannten Hochtemperaturlinie gehören mehligkochende Kartoffeln, die wärmer gelagert werden können. Dadurch bilden sie weniger Zucker aus und sind speziell für Zubereitungen mit heissen Temperaturen, wie Frittieren, geeignet. Man verwendet sie deshalb auch für Rösti, Bratkartoffeln und Pommes Frites.

Weil sie sich gut zum Frittieren eignen, wählt man für Pommes mehligkochende Kartoffeln.

Weil sie sich gut zum Frittieren eignen, wählt man für Pommes mehligkochende Kartoffeln.

Kaichieh Chan/Pexels

Die übrigen Kochtypen C-D und D sind in ihrer Konsistenz stark mehlig, trocken und eher locker, weshalb sie beim Kochen zerfallen. Auch diese nimmst du daher am besten für Püree oder Kartoffelsuppen.

Kochst du oft mit Kartoffeln oder setzt du eher auf Fertiggerichte wie Pommes Frites aus dem Tiefkühler? Was ist dein liebstes Gericht mit Kartoffeln?

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