Aktualisiert 23.09.2011 13:04

«Forbes»-ListeDas sind die reichsten Amerikaner

Amerikas Superreiche werden immer reicher. Alle haben haben im letzten Jahr noch zugelegt - Facebook-Gründer Mark Zuckerberg etwa um über zehn Milliarden. Nur einer tanzt aus der Reihe.

von
jam

Das US-Magazin «Forbes» hat die neuste Liste der 400 reichsten Amerikaner veröffentlicht. Diese haben zusammen ihr Vermögen um zwölf Prozent erhöhen können. Oder anders gesagt: Jeder dieser 400 Superreichen besitzt ein Vermögen von 3,8 Milliarden Dollar. Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg etwa hat gegenüber 2010 über 10 Mrd. Dollar mehr auf der hohen Kante. Das Gesamtvermögen der Multimilliardäre beläuft sich auf 1,5 Billionen Dollar.

Nur einer musste einen Verlust hinnehmen: Das Vermögen des legendären US-Investors Warren Buffett ist nach Angaben des Magazins geschrumpft. In der jährlich erscheinenden Liste der 400 wohlhabendsten US-Bürger steht Buffett «nur» noch mit 39 Milliarden Dollar - ein Minus von sechs Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Der Einbruch dürfte auch den Turbulenzen auf den Finanzmärkten geschuldet sein, auf denen der 81- Jährige mit seiner Holding Berkshire Hathaway mitmischt.

Die überwältigende Mehrheit der Superreichen in den USA habe dagegen zulegen können, erklärte «Forbes» am Mittwoch in New York. So konnte Buffetts Freund und Microsoft-Gründer Bill Gates sein Vermögen um fünf Milliarden auf 59 Milliarden Dollar aufstocken und ist damit erneut der reichste US-Amerikaner.

Den grössten finanziellen Sprung machte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der sich auf Rang 14 vorschob mit einem geschätzten Vermögen von 17,5 Milliarden Dollar. Das sind 10,6 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr. Gemäss der Liste hat Zuckerberg damit auch seine beiden Google-Widersacher Sergej Brin und Larry Page knapp überholt. Das US- Magazin schreibt den Google-Gründern jeweils 16,7 Milliarden Dollar zu.

Milliarden liegen nicht auf Konto

Allerdings sind die Zahlen am Ende nur Schall und Rauch - weder Zuckerberg noch seine Google-Kontrahenten haben die Milliarden auf dem Konto liegen. Ihr Vermögen steckt vor allem in ihren Firmen. Deren Bewertung dient als Ausgangsbasis für die «Forbes»-Schätzung.

Bei Google ist das relativ einfach, weil der Suchmaschinen-Primus börsennotiert ist, bei Facebook als privat gehaltenem Unternehmen werden Anteilsverkäufe abseits der Börse hochgerechnet. Danach ist Facebook 66,5 Milliarden Dollar wert, Google kommt an der Börse auf 174,1 Milliarden Dollar. Im Vergleich: Bill Gates' Konzern Microsoft steht an der Börse bei 217,8 Milliarden Dollar.

Weltweit gilt der mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim als der reichste Mensch. Nach der letzten «Forbes»-Schätzung aus dem März kommt er auf 74 Milliarden Dollar. (jam/sda)

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