16.04.2018 15:46

Playoff-FinalDas sind die Strohhalme für den HC Lugano

Mit 0:2 liegt der HC Lugano in der Finalserie im Hintertreffen. Trotzdem sollte man die Tessiner aus fünf Gründen nicht abschreiben.

von
Marcel Allemann
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Nach 77 Spielminuten: Die ZSC Lions bezwingen Lugano 5:4 in der Verlängerung.

Nach 77 Spielminuten: Die ZSC Lions bezwingen Lugano 5:4 in der Verlängerung.

Keystone/Melanie Duchene
Dank dem Siegestreffer von Roman Wick führen die Lions in der Serie 2:0.

Dank dem Siegestreffer von Roman Wick führen die Lions in der Serie 2:0.

Keystone/Ennio Leanza
Bereits in der vierten Minute trifft ZSC-Klein zum 1:0. Über das gesamte Spiel gesehen führen die Zürcher drei Mal gegen Lugano.

Bereits in der vierten Minute trifft ZSC-Klein zum 1:0. Über das gesamte Spiel gesehen führen die Zürcher drei Mal gegen Lugano.

Keystone/Ennio Leanza

1. Maxim Lapierre: Luganos Schlüsselfigur hat Fahrt aufgenommen. Am Samstag spielte er überragend, sorgte für viel Intensität, hatte permanent Schaum vor dem Mund und geizte nicht mit Provokationen. Der Kanadier hat keine Lust, den ZSC Lions auf dem Weg zum Meistertitel Spalier zu stehen, und wird bis zur letzten Sekunde alles unternehmen, um diesen zu verhindern. So werden auch seine Teamkollegen zusätzlich angestachelt.

2. Die Halbfinal-Erinnerung: Lugano hat schon einmal ein 0:2 gedreht, in der Halbfinal-Serie gegen Biel. Die Erinnerungen daran werden die Tessiner nun wieder aufleben lassen und in ihren Köpfen abspeichern.

3. Ausgangslage: Zwar führen die ZSC Lions mit 2:0, aber so viel ist trotzdem noch nicht geschehen. Lugano braucht nichts anderes zu tun, als die Heimspiele vor seinen enthusiastischen Fans zu gewinnen und bei zwei Versuchen auswärts ein Break zu schaffen, dann sind die Südschweizer Meister. Das ist doch eigentlich machbar.

4. Elvis Merzlikins: Der Goalie des HC Lugano erwischte am Samstag nicht seinen besten Abend. Aber er ist an guten Tagen der heisseste Goalie der Liga und besitzt die Fähigkeit, Spiele für sein Team stehlen zu können.

5. Gegner nicht unbesiegbar: Lugano sah am Samstag, dass die ZSC Lions keineswegs unantastbar sind. Drei individuelle Fehler von Samuel Guerra, Lauri Korpikoski und Phil Baltisberger führten zu drei Gegentreffern. Die Fehlerquote ist bei den Zürchern im Vergleich zu den Spielen zuvor deutlich gestiegen, und sollten sie diesen Übermut mit dem Meistertitel vor Augen nicht ablegen, dann ist das eine riesige Chance für Lugano.

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