Aktualisiert 04.06.2015 10:01

TV-Studie

Das SRF sendet zu einem Drittel Wiederholungen

Die Studie der Uni Freiburg lässt keine Fragen offen: Die SRG-Kanäle senden bis zu 130 Minuten Werbung pro Tag. Hinzu kommt viel aufgewärmte Kost.

von
scy
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Eine Studie der Uni Freiburg hat die SRG-Programme genauer unter die Lupe genommen. Ein Ergebnis: Während fast einem Drittel des Tages laufen Wiederholungen.

Eine Studie der Uni Freiburg hat die SRG-Programme genauer unter die Lupe genommen. Ein Ergebnis: Während fast einem Drittel des Tages laufen Wiederholungen.

Keystone/Urs Flueeler
Journalistische Inhalte nehmen einen grossen Teil ein: Sendungen wie die «Tagesschau», die «Arena» oder die «Rundschau» kommen auf gute Werte von fast 50 Prozent.

Journalistische Inhalte nehmen einen grossen Teil ein: Sendungen wie die «Tagesschau», die «Arena» oder die «Rundschau» kommen auf gute Werte von fast 50 Prozent.

SRF/Oscar Alessio
9 Prozent des Inhalts macht Werbung aus.

9 Prozent des Inhalts macht Werbung aus.

AP

Wiederholungen machen bei SRF 1 fast ein Drittel des Inhalts aus. Bei SRF zwei ist der Wert mit 26 Prozent ähnlich hoch. Gezeigt werden sie vor allem an Randzeiten, also in der Nacht oder am Tag.

Was die Studie, durchgeführt im Herbst 2013, weiter zeigt: Programmtrailer nehmen viel Platz ein. Bei SRF 1 sind es 14 Prozent. Hierzu zählen auch die Wetternachrichten und die Webcam-Bilder aus dem Radiostudio von SRF 3. 9 Prozent der Sendezeit sind belegt durch Werbung. In konkreten Zahlen ausgedrückt bis zu 130 Minuten. Erlaubt sind bis zu 15 Prozent pro Tag.

Viel News auf SRF 1, fast keine auf SRF zwei

Gute Werte erreichen die SRG-Kanäle bei ihrer publizistischen Kernaufgabe; dem Angebot an Nachrichten, Reportagen und Dokus also. Fast die Hälfte des Programms wird bei SRF 1 damit gefüllt – Wiederholungen mit inbegriffen. Ganz im Gegensatz zu SRF zwei, wo journalistische Angebote nur gerade knappe 10 Prozent einnehmen.

Die Studie wollte auch wissen, wie relevant die Inhalte der SRG-Nachrichten sind – und hat sie dazu mit sechs Schweizer Tageszeitungen verglichen. Darunter auch der «Tages-Anzeiger» oder «Le Matin». Resultat: Etwa ein Drittel der Themen finden gleichzeitig sowohl bei der SRG als auch in der gedruckten Presse statt.

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