Aktualisiert 07.01.2011 09:17

Todesstrafe

Das staatliche Töten geht weiter

Wegen Mordes an einem Ladenverkäufer ist ein Mann in Oklahoma fast 16 Jahre nach der Tat hingerichtet worden. Es war die erste von 18 geplanten Hinrichtungen in diesem Jahr.

Billy Don Alverson war schuldig gesprochen worden, im Februar 1995 den Nachtdienst in dem Lebensmittelgeschäft in Tulsa gefesselt und erschlagen zu haben. Am Donnerstag starb der 39-jährige Billy Don Alverson sechs Minuten nach Verabreichung der Giftspritze. Vor der Hinrichtung habe er sich bei der Familie seines Opfers entschuldigt, wie das Gefängnis in Tulsa mitteilte.

Alverson war der zweite Todeskandidat, bei dessen Hinrichtung ein Tierbetäubungsmittel eingesetzt wurde. Der US-Bundesstaat Oklahoma hatte dieses Mittel bereits im Dezember bei einer Hinrichtung angewendet, nachdem ein US-Gericht dies im Vormonat erlaubt hatte.

Zweifel bei Rechtsexperten

Hintergrund ist ein Lieferengpass bei dem normalerweise verwendeten Betäubungsmittel Thiopental, das bei Hinrichtungen gespritzt wird, bevor die tödlichen Injektionen folgen. Einige Bundesstaaten wie Kalifornien und Kentucky haben deshalb Hinrichtungen aufgeschoben. Rechtsexperten hatten Bedenken angemeldet, weil das Mittel noch nicht auf seine Wirksamkeit untersucht wurde.

Nach Angaben des in Washington ansässigen Todesstrafen- Informationszentrums war Alverson der erste Verurteilte, der in diesem Jahr in den USA hingerichtet wurde. 17 weitere Hinrichtungen seien landesweit geplant, sagte ein Sprecher des Zentrums. (sda)

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