Prototyp: Das Tattoo misst in Zukunft den Herzschlag
Aktualisiert

PrototypDas Tattoo misst in Zukunft den Herzschlag

Ein US-Start-up bastelt an Aufklebe-Tattoos, die biometrische Daten messen, speichern und aufs Handy schicken sollen.

von
J. Panknin

Das amerikanische Start-up Chaotic Moon arbeitet an temporären Tattoos mit technischen Komponenten. <i>(Quelle: YouTube/<a href="https://www.youtube.com/watch?v=9iFuTaqD4fM" target="_blank">Chaotic Moon Studios</a>)</i>

Können Sie sich noch an die aufklebbaren Tattoos aus der «Bravo» erinnern? Auf die Haut gelegt, kurz angefeuchtet und schon lächelte ein glitzerndes Einhorn vom Oberarm. Die gleiche Methode nutzt das amerikanische Start-up Chaotic Moon nun zur Fixierung seiner neusten Erfindung: den sogenannten Tech Tats (dt. Technik Tattoos).

Während das Einhorn nicht viel mehr Funktionen hatte, als Sie als Bravo-Leser zu outen, sollen diese weit mehr sein als nur Körperschmuck: Sie bestehen aus leitender Farbe, Speicher-Chips und Sensoren und sollen so biometrische Daten sammeln, speichern, senden und erhalten können.

Einsatz in der Medizin oder im Sport

Damit könnte das abwaschbare Tattoo in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen. Beim Sport oder in der Medizin zum Beispiel: Tech Tats sollen die Körpertemperatur, die Herzrate aber auch das Stresslevel messen und Daten zur Auswertung direkt aufs Smartphone schicken können.

Anstatt sich eine Apple-Watch ums Handgelenk zu schnallen, könnten Sport-Fans sich ihren Fitness-Tracker in Zukunft also ganz einfach auf die Haut kleben. Da die Komponenten eher simpel gehalten und doch funktional sind, dürften die Abziehbildchen in der Anschaffung sogar günstiger sein, dafür fallen aber regelmässig Kosten an.

Warnung vor unsichtbaren Gefahren

Hilfreich könnten Tech Tattoos auch bei militärischen Einsätzen sein, erklärt Ben Lamm, Mitgründer von Chaotic Moon gegenüber Techcrunch.com. So könnten Sensoren integriert werden, die Umweltdaten erfassen, und so den Träger vor unsichtbaren Gefahren wie zum Beispiel Giften in der Atemluft warnen.

Im Videoclip (oben) wird zudem die Anwendung bei Kindern thematisiert. Besucht man zusammen mit dem Nachwuchs beispielsweise einen Freizeitpark und verliert sich, könnte man via GPS wieder zueinanderfinden.

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