Aktualisiert 04.03.2011 13:37

Vermisste ZwillingeDas Testament des Vaters im Detail

Neue Erkenntnisse im Fall der vermissten Zwillinge Alessia und Livia. Matthias S. spricht in seinem Testament auch von einem möglichen Tod der Kinder.

von
uwb

Ein weiteres Puzzlestück im Fall der vermissten Zwillinge Livia und Alessia ist aufgetaucht. Das Magazin «L'Illustré» hat das handschriftlich und in Deutsch verfasste Testament des Vaters integral veröffentlicht. Das Testament trägt das Datum des 27. Januars 2011. An diesem Tag hatte seine Ehefrau Irina L. ihm per E-Mail mitgeteilt, dass sie sich nach «reiflicher Überlegung zur Scheidung» entschlossen habe.

Das Dokument wurde von der Westschweizer Polizei in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar in einer Schublade im Büro von S. sichergestellt. Darin bezeichnet er seine beiden sechs Jahre alten Töchter als Haupterben. Was bisher aber nicht bekannt war: S. hat bereits weitergedacht. «Im Fall, dass meine Kinder Livia und Alessia nicht mehr am Leben sind, sind mein Bruder D. und meine Schwester M. Haupterben zu gleichen Teilen», schreibt das Westschweizer Wochenmagazin. Und folgert, der Vater habe damit das «makabre Szenario» und den möglichen Tod der Zwillinge bereits vorweggenommen.

Der Onkel der vermissten Zwillinge spricht

Das Testament im Wortlaut

«Ich der unterzeichnende Matthias S., geboren am 30.07. 1967, wohnhaft am [Strasse von der Redaktion entfernt] in St. Sulpice, verfüge nach meinem Tod folgende Dinge (es ist nur noch eine Frage der Zeit):

1. Das ist das erste Testament, es gibt kein anderes.

2. Meine Frau Irina erhält nur den ihr rechtlich zustehenden Teil.

3. Meine Kinder Alessia und Livia erhalten das Erbe in zwei gleichen Teilen.

4. Im Fall, dass meine Kinder Alessia und Livia nicht mehr am Leben sind, sind mein Bruder D. und meine Schwester M. Haupterben zu gleichen Teilen.

Saint-Sulpice, 27. Januar 2011 Matthias S.»

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