FCZ-Verteidiger Alain Nef: «Das Tor hätte nicht zählen dürfen»
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FCZ-Verteidiger Alain Nef«Das Tor hätte nicht zählen dürfen»

Der FCZ kassiert in Basel die erste Saisonniederlage. Etwas unglücklich. Verteidiger Alain Nef hadert mit einer Entscheidung des Unparteiischen.

von
E. Tedesco
Basel

FCZ-Verteidiger Alain Nef hadert nach der 0:1-Niederlage in Basel. FCB-Trainer Raphael Wicky spricht von Glück. (Video: 20 Minuten)

57 Minuten waren in der ersten Halbzeit einer umkämpften Partie im Klassiker zwischen dem FCB und dem FCZ gespielt als Michael Frey unbedrängt zum Abschluss kam. Der FCZ-Angreifer drosch den Ball aber weit über das Gehäuse des Basler Keepers Tomas Vaclik. Es war die beste Tormöglichkeit des Aufsteigers in der 58. Minute. Es kommt wie so oft im Fussball. Lediglich drei Minuten später traf Dimitri Oberlin zum Basler Sieg.

Dem Treffer war allerdings ein Zweikampf zwischen FCZ-Verteidiger Alain Nef und FCB-Abwehrchef Marek Suchy vorausgegangen, bei dem man das Stossen des Baslers in den Rücken von Nef auch als Foul zugunsten des FCZ hätte pfeifen können, wobei Ref Schärer über 90 Minute seine Linie konsequente durchzog. Nef war aber nach dem Spiel immer noch ziemlich bedient.

«Das war ein klares Foul, das könnt ihr ja am TV anschauen», haderte Nef nach Spielschluss, «er hat mich in den Rücken gestossen, sonst wäre das nie ein Tor geworden. Das ist bitter, dass wir so bestraft werden.» Ref Sandro Schärers Pfiff aber blieb aus, der ehemalige FCZ-Junior Oberlin konnte vollstrecken.

Der FCB im Glück

«Ich habe es live im Stadion nicht gesehen, aber danach in einer Super-Slowmotion am TV», sagt FCB-Trainer Raphael Wicky. «Wenn der Schiedsrichter die Zeitlupe sieht, würde er nachträglich vielleicht ein Foul pfeifen. Im Spiel, bei der Geschwindigkeit, sind zwei sehr korpulente Männer im Zweikampf und der sieht live im Spiel nicht so extrem aus. In der Verlangsamung könnte man auf ein Foul entscheiden», räumt Wicky ein, ergänzt dann aber: «Heute ist für einmal das Glück auf unsere Seite gekippt. Es bringt nichts, wenn man mehr darüber sagt.»

«Das war unnötig und schmerzt umso mehr»

Das sagt FCZ-Trainer Uli Forte zur ersten Niederlage der Saison. (Video: 20 Minuten)

FCZ-Trainer Uli Forte nach dem 0:1 in Basel und der ersten Saisonniederlage. (Video: 20 Minuten)

Dreizehnmal war FCZ-Trainer Uli Forte schon im Joggeli angetreten, und noch nie hat er gewonnen. Weder mit GC und YB, noch mit dem FCZ. «Schade», sagt Forte, nachdem es auch nach dem vierzehnten Mal nicht geklappt hat.

Michael Frey und auch Raphael Dwamena hatten die Möglichkeit, den Spielstand zugunsten ihres Trainers zu beeinflussen und die Chance auf ein erstes Mal zu erhöhen. Doch beide blieben erfolglos. «Und die Szene nach dem Eckball war dann unglücklich», schildert Forte die Aktion vor dem Gegentreffer. «Die Spieler sagen, es sei ein klares Foul gewesen. Suchy hätte Nef in den Rücken gestossen. So läuft es halt manchmal. Das war eine unnötige Niederlage und darum schmerzt sie umso mehr.»

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