Aktualisiert 06.11.2015 11:51

Es wird 18 Grad warm

Das Traumwetter nimmt kein Ende

Der November fühlt sich noch nicht wirklich wie ein November an. Auch am Wochenende bleibt das Wetter mild und sonnig. Die Temperaturen kommen nahe an die Rekorde heran.

von
vro
Die Winterjacke kann noch im Schrank bleiben. Das Wetter zeigt sich am nächsten Wochenende wie hier am 1. November am Pfäffikersee bei Pfäffikon ZH von seiner besten Seite.

Die Winterjacke kann noch im Schrank bleiben. Das Wetter zeigt sich am nächsten Wochenende wie hier am 1. November am Pfäffikersee bei Pfäffikon ZH von seiner besten Seite.

Keystone/Walter Bieri

Der Monat November muss sich stets von allen Seiten Vorurteile gefallen lassen. Nass, kalt und grau soll es in dieser Zeit sein. Doch das Jahr 2015 beweist, dass es auch anders geht. Bereits in den ersten Tagen des Monats bescherte das Wetter den Schweizern viel Sonne und milde Temperaturen. Laut Nicola Möckli von Meteonews wird das auch noch eine Weile so bleiben.

«Am Freitag herrscht Traumwetter», sagt der Meteorologe. An manchen Orten müsse man mit Nebelfeldern rechnen, sonst sei es jedoch schön. Da die Inversion (siehe Infografik), die für den Nebel verantwortlich ist, deutlich schwächer geworden ist, versperrt er auch dementsprechend seltener die Sicht auf den blauen Himmel. Das hängt laut Möckli jedoch von der Region ab.

Bis 18 Grad in Basel

Ist der Nebel einmal verschwunden, ähnelt das Wetter vom Aussehen her dem des Sommers: strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Die Temperaturen dürften am Freitag ähnlich sein wie bereits am Donnerstag.

«Am Samstag können insbesondere am Vormittag einzelne Wolkenfelder auftreten», sagt Möckli. Sie lösen sich im Laufe des Tages aber teilweise auf. Die Temperaturen erreichen dann einen Höchstwert von rund 15 bis 17 Grad.

Für den Sonntag stellt der Meteorologe gute Nachrichten in Aussicht: «Es wird ein bisschen schöner als am Samstag.» Zwar gebe es noch vereinzelt Nebelschwaden, ansonsten gibt es nur eine Farbe am Himmel: Stahlblau. «Es wird ein Traumtag», sagt Möckli. Das schlägt sich auch in den Temperaturen nieder. Bis zu 17 Grad dürfte es in den meisten Gebieten geben. In Basel könnten es gar 18 Grad werden.

Werden Rekorde egalisiert?

«Für den November sind die Temperaturen bisher überdurchschnittlich», sagt Möckli. Das liege einerseits an der milden Luftmasse des Hochdruckgebiets, das andere, kältere Fronten blockiere, andererseits aber auch an der Sonne, die zusätzlich aufheize, wenn der Nebel einmal verschwunden sei. Deshalb sei es möglich, dass die Temperaturen insbesondere in erhöhten Lagen den Rekorden gefährlich nahekommen könnten.

Diese Höchstwerte sind je nach Region unterschiedlich. In Basel wurden 1899 beispielsweise 22 Grad gemessen. Dieser Rekord dürfte vorerst noch ungebrochen bleiben. In La Chaux-de-Fonds mass man im November 1981 19,4 Grad. An dieser Marke könnte am Wochenende unter Umständen gekratzt werden, erklärt Möckli. In Bern wurden 1985 sogar 20,5 Grad gemessen.

Im Schnitt sonst 7,6 Grad

Doch diese Werte zu übertreffen, werde vorerst schwierig, sagt der Meteorologe. In den Tälern wäre man auf die Unterstützung des Föhns angewiesen, der jedoch momentan fehlt. Trotzdem sind die Temperaturen derzeit überdurchschnittlich warm. Am Zürcher Flughafen wurden am Donnerstag beispielsweise zwischen 15 und 16 Grad gemessen. Der November-Höchstwert von 2014 beläuft sich auf 14,9 Grad, 2013 waren es 17,8 Grad. Im Durchschnitt ist der November am Zürcher Flughafen jedoch 7,6 Grad kühl. Davon ist er momentan noch weit entfernt. Dementsprechend sieht es auch in den Bergen aus. Mit anderen Worten: Schnee gibt es derzeit nur aus der Kanone.

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