Aktualisiert 11.06.2019 10:04

Polizeieinsatz

«Das verirrte Reh schrie nach seiner Mutter»

Aufgrund seiner herzzerreissenden Schreie wurde die Basler Polizei auf ein verwirrtes Rehkitz aufmerksam. Das verirrte Tier hatte in einer Garage Unterschlupf gesucht.

von
jes
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Die Polizei Basel-Stadt nahm sich am Pfingstwochenende einem verwirrten Rehkitz an, das in einer Garage  Unterschlupf gesucht und nach seiner Mutter geschrien hatte.

Die Polizei Basel-Stadt nahm sich am Pfingstwochenende einem verwirrten Rehkitz an, das in einer Garage Unterschlupf gesucht und nach seiner Mutter geschrien hatte.

Polizei Basel-Stadt
Das Jungtier konnte mithilfe des Jagdaufsehers wieder in Sicherheit gebracht werden.

Das Jungtier konnte mithilfe des Jagdaufsehers wieder in Sicherheit gebracht werden.

Polizei Basel-Stadt
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Friedhof Hörnli.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Friedhof Hörnli.

Google Maps

Ein verlorenes Rehkitz rief am Pfingstwochenende die Basler Kantonspolizei auf den Plan. Unweit des Friedhofs Hörnli, wo das Rotwild gerne Grabschmuck frisst, hatte sich das Jungtier verirrt und in einer Garage Zuflucht gesucht. «Es schrie nach seiner Mutter», berichtet die Kantonspolizei in einem Facebook-Post vom Dienstag.

Die Diensthundegruppe nahm sich dem Tier an. Als dann auch noch der Jagdaufseher aufgeboten wurde, konnte das erst etwa zwei Tage alte Rehkitz wieder an einem sicheren Ort abgelegt werden. Auf diese Weise konnte es mit der Mutter vereint werden.

Fluchtinstinkt erst nach zweiter Lebenswoche

Rehmütter besuchen ihre Jungen nur zum Säugen und zum Reinigen. Zum Schutz vor Feinden halten sie sich nur sehr kurze Zeit bei den Rehkitzen auf, da diese noch sehr geruchsarm sind und von Feinden, die nach dem Geruchssinn jagen, nicht gleich aufgefunden werden.

Durch eine Art Fiep-Laut teilt das Rehkitz der Ricke seinen Aufenthaltsort mit: diese weiss nämlich nur ungefähr, wo das Rehkitz liegt. Sobald ein Rehkitz Gefahr wittert, drückt sich das Jungtier auf den Boden und bleibt bewegungslos liegen. Erst nach der zweiten Lebenswoche stellt sich der Fluchtinstinkt ein.

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