Aktualisiert 15.02.2011 00:08

FacebookDas virtuelle Bordell

Im Ausland wird Facebook immer mehr zum riesigen Online-Puff. Doch auch in der Schweiz knüpfen immer mehr Prostituierte und Freier auf Facebook Kontakt.

von
hal

83 Prozent der US-Prostituierten ­haben laut einer neuen Studie ein Face­book-Profil. Jeden vierten Freier lernen sie darüber kennen. Ihr Vorteil: Für Kundenpflege und Preis­verhandlungen eigne sich Facebook hervorragend, so Soziologe Sudhir Venkatesh.

Auch in England oder Deutschland ist das Geschäft mit Facebook im Kommen. Und die Schweiz holt auf: Von Studentin Sonja über Domina Sabrina bis zu Mika, die sich auf lasziven Fotos räkelt, suchen Schweizerinnen via Facebook Sex. Sie treffen ihre Kunden in Gruppen wie «Sex in Zürich» oder «Sex-Kontakte in Bern». Zwar bieten sie vorerst nur Gratis-Sex an, weil Facebook die kommerzielle Nutzung der Plattform verbietet. Doch am Telefon wird klar: Viele wollen für ihre Liebesdienste Geld. Pietro Attardo, Geschäftsführer des Erotikmagazins «Okay», warnt: «Auf Facebook ist vieles Fake. Ein vermeintliches Gratis-Sex-Angebot kann so plötzlich sehr teuer werden.»

Auch professionelle Sex-Workerinnen haben Facebook als Verkaufs­kanal entdeckt: Mehrere Escort-­Services werben mit Bildern ihrer Girls um Schweizer Kundschaft. Das ganz grosse professionelle Geschäft wird in der Schweiz laut der Freier­organisation Don Juan mit Facebook aber noch nicht gemacht. Für Frederic Müller, Chefredaktor des Kontaktmagazins «Cherry», ist der Trend aber klar: «Es ist nur eine Frage der

Zeit, bis Facebook auch in der Schweiz zur grossen Sexkontakt-Plattform wird.»

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