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Armes DeutschlandDas Volk der Dichter und Denker liest nicht mehr

Ein Fünftel der deutschen Bundesbürger über 14 Jahren hat einer Umfrage zufolge in diesem Jahr noch kein Buch gelesen.

Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der «Bild am Sonntag». Auf die gleiche Frage hatten vor einem Jahr 22 Prozent angegeben, in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 noch kein Buch gelesen zu haben. Frauen lesen der Umfrage zufolge häufiger Bücher Männer. So erklärten demnach 86 Prozent der Frauen, sie hätten in diesem Jahr schon mindestens ein Buch gelesen, hingegen nur 74 Prozent der Männer.

81 Prozent der Westdeutschen und 77 Prozent der Ostdeutschen geben an, 2008 ein Buch gelesen zu haben. Die grössten «Leseratten» sind Schüler. Nur acht Prozent geben zu, sie hätten 2008 noch kein Buch gelesen. Unter den Abiturienten und Uni-Absolventen ist jeder zehnte ein Büchermuffel. (dapd)

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