SCB-CEO Marc Lüthi: «Das wäre eine endlose Blamage»
Aktualisiert

SCB-CEO Marc Lüthi«Das wäre eine endlose Blamage»

Der SC Bern droht erstmals die Playoffs der besten acht zu verpassen. CEO Marc Lüthi trauert den vergebenen Chancen nach.

von
Peter Berger

Marc Lüthi, was überwiegt bei Ihnen, der Ärger oder die Enttäuschung?

Ich war diese Saison schon so oft verärgert, dass ich nun bloss noch enttäuscht bin. Enttäuscht, dass alles, was wir unternommen haben, nicht funktioniert hat.

Haben Sie die Spieler noch einmal in die Pflicht genommen?

Nein, wir haben uns die Situation nicht in den letzten fünf Spielen eingebrockt, sondern schon viel früher.

Warum?

Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, alle Gründe aufzulisten.

Sie tönen, als hätten Sie sich schon mit dem Verpassen der Playoffs abgefunden.

Grundsätzlich gibt man nie auf, aber man muss auch realistisch sein.

Wie gross beziffern Sie denn die Chancen noch?

30 Prozent.

Glauben Sie, dass Fribourg als Erzrivale des SCB Lausanne gewinnen lässt?

Nein, das wäre eine Unterstellung und eine Frechheit. Wir müssen sowieso nicht spekulieren. Ich hoffe einfach, dass wir in Zürich nochmals alles geben, was möglich ist, und dass wir das eine oder andere Tor schiessen. Danach lassen wir uns überraschen.

Was würde es für den SCB bedeuten, wenn er die Playoffs verpassen würde?

Es wäre eine endlose Blamage. Aber so ist der Sport. Wir wurden in den vier vergangenen Jahren zweimal Meister, standen dreimal im Final. Nun trifft es uns wahrscheinlich hart. Aber danach gilt es, wieder aufzustehen, sich zu schütteln und sofort wieder aufzubäumen.

Es stünde ja noch die sportlich bedeutungslose Zwischenrunde an.

Wir können ja nicht mehr absteigen. Doch diese Spiele sähe ich als gute Chance, um die neue Saison vorzubereiten.

Die Fans blieben wohl aus. Bereiten Ihnen die finanziellen Einbussen Bauchschmerzen?

Das kann ich jetzt noch nicht beantworten. Dazu ist es noch zu früh.

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