Comeback im Tourbillon: Das Wallis musste 100 Länderspiele lang warten
Aktualisiert

Comeback im TourbillonDas Wallis musste 100 Länderspiele lang warten

Beim letzten Länderspiel in Sion kassierte die Nationalmannschaft eine unerwartete Niederlage. Nun muss gegen Gibraltar ein Sieg her.

von
Eva Tedesco
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«Ich hoffe, dass wir alle gegen Gibraltar ein Schützenfest bekommen», sagt Breel Embolo, der die Nati-Fans nach dem schwachen Remis in Irland gegen den Aussenseiter wieder mit vielen Toren versöhnen will.

«Ich hoffe, dass wir alle gegen Gibraltar ein Schützenfest bekommen», sagt Breel Embolo, der die Nati-Fans nach dem schwachen Remis in Irland gegen den Aussenseiter wieder mit vielen Toren versöhnen will.

Allerdings fehlen Haris Seferovic (59 Länderspiele/17 Tore) - er wird demnächst Vater - und Xherdan Shaqiri (22 Länderspieltore) im Wallis. Für die beiden Nati-Toptorschützen müssen andere in die Bresche springen.

Allerdings fehlen Haris Seferovic (59 Länderspiele/17 Tore) - er wird demnächst Vater - und Xherdan Shaqiri (22 Länderspieltore) im Wallis. Für die beiden Nati-Toptorschützen müssen andere in die Bresche springen.

Ein Kandidat ist Albian Ajeti. Der ehemalige FCB-Stürmer und aktuelle Angreifer von Westham traf in bisher 8 Länderspielen einmal.

Ein Kandidat ist Albian Ajeti. Der ehemalige FCB-Stürmer und aktuelle Angreifer von Westham traf in bisher 8 Länderspielen einmal.

Ein Sieg gegen den Fussballzwerg aus Gibraltar ist Pflicht. Mehr noch: Die Schweizer müssen etwas für das Punktekonto und das Torverhältnis tun, nachdem sie schon gegen Dänemark (3:3) und zuletzt in Dublin (1:1) vier Punkte verschenkt hatten. Denn am Ende könnten diese Punkte in der EM-Qualifikation fehlen.

Die Schweiz richtet seit langem wieder einmal ein Heimspiel in Sitten aus. Das letzte Mal ging der Auftritt im Wallis nicht gut aus, die Schweizer Nationalmannschaft kassierte am 1. Juni 2010 eine unerwartete Niederlage. Sie verlor ihren letzten Testlauf vor dem Abflug an die WM-Endrunde in Südafrika nahezu in Bestbesetzung gegen Costa Rica 0:1. In der Startelf standen damals Benaglio, Lichtsteiner, Senderos, Grichting, Ziegler, Barnetta, Inler, Huggel, Padalino, Frei und Nkufo. Von Bergen, Bunjaku, Schwegler, Gelson Fernandes, Derdiyok und ein gewisser Xherdan Shaqiri wurden eingewechselt, Behrami, Eggimann und Hakan Yakin geschont.

Premiere im Tourbillon

Für Sitten wird es seit dem ersten Länderspiel vor 51 Jahren erst das vierte Mal sein, dass die höchste Schweizer Auswahl zu Gast ist - und zugleich auch eine Premiere. Denn zum allerersten Mal überhaupt trägt das Nationalteam ein Pflichtspiel im Wallis aus. Die vorangegangenen Partien waren allesamt Freundschaftsspiele: am 27. März 1985 gegen die Tschechoslowakei (2:0), am 6. September 1994 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (0:1) und auch das verlorene 701. Länderspiel in der Geschichte des SFV 2010 unter Petkovic-Vorgänger Ottmar Hitzfeld.

Neun Jahre und drei Monate sind seither vergangen. Oder genau 100 Länderspiele. Denn das Qualifikatiosspiel gegen den krassen Aussenseiter Gibraltar, der am Donnerstag gegen Dänemark 0:6 verlor, wird Länderspiel 801 in der SFV-Geschichte sein.

Gibraltars Meilensteine

Dennis Beiso, Chef von Gibraltars Fussballverband spricht über ihr erstes Tor, die Sprache im Team - und das Ziel für die beiden Spiele gegen die Schweiz.

Basel mit den meisten Länderspielen und Highlights

Generell hat die Nati gute Erinnerungen an die französische Schweiz. Zehn Auftritte zählt die Schweizer Auswahl zum Beispiel seit 2007 im Stade de Genève und holte fünf Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Im Juni 2017 gestaltete sie ein Testspiel in Neuenburg erfolgreich.

Am häufigsten war sie allerdings im St.-Jakob-Park (18) zu sehen. Und weil das die grösste Arena im Land ist, begrüsste der SFV in Basel auch die prominentesten Gegner. Einige Highlights: Das spektakuläre 5:3 unter Hitzfeld gegen Deutschland im Mai 2012, der 1:0-Testsieg gegen Brasilien im August 2013 und im September 2016 der 2:0-Sieg gegen Europameister Portugal.

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