Aktualisiert

Christian Fassnacht«Das war Dominanz pur»

YB überfährt St. Gallen in der ersten Halbzeit wie ein ICE und zieht in den Cup-Halbfinal ein. «Ich habe selten so ein Spiel von uns gesehen wie die erste Halbzeit», freut sich Christian Fassnacht.

von
E. Tedesco
Bern

YB spielte den FC St. Gallen in der ersten Halbzeit an die Wand. Es war ein klarer Klassenunterschied zwischen den beiden Super Ligisten auszumachen. Christian Fassnacht: «Das war Dominanz pur.» (Video: 20

Er hatte gut lachen nach dem 2:1-Sieg im Cup-Viertelfinal gegen den FC St. Gallen. Obwohl die YB-Angreifer die dicksten Chancen vor dem Tor ausliessen, rächte sich die Ineffizienz im Abschluss diesmal nicht. Auch dank Roger Assalé. Der kleine Ivorer erzielte im Schneespiel gegen die Ostschweizer beide Tore. Es waren seine Cup-Treffer 4 und 5 im laufenden Wettbewerb.

Vor allem in der ersten Halbzeit überfuhren die Berner den FCSG wie ein ICE. Die Ostschweizer hatten keinen Stich beziehungsweise «keinen Zugriff», wie es deren Trainer Contini nach dem Spiel ausdrückte. Assalé, Nsamé und auch Fassnacht – Letzterer aus bester Position allein vor Keeper Stojanovic – patzten reihenweise. «Ich habe selten so ein Spiel von uns gesehen wie die erste Halbzeit», so Fassnacht, «das war Dominanz pur. Klar hat es an Effizienz gefehlt, aber wir haben schliesslich gewonnen, und dann kann man da schon einmal ein Auge zudrücken.»

12 Cup-Tore, sieben Berner Schützen

Die Tore gegen St. Gallen waren die Treffer 11 und 12 der Berner in bisher vier Cupspielen. Die Unberechenbarkeit in der Berner Offensive ist ein Trumpf des Teams von Adi Hütter. Auch im Cup. Und im Gegensatz zur letzten Saison konzentriert sich nicht alles auf Guillaume Hoarau. Die bisherigen 12 Cup-Tore verteilen sich auf sieben Torschützen: Assalé (5), Nsame (2), Nuhu, Schick, Ngamaleu, Sulejmani und eben Fassnacht. Der 24-jährige Zürcher spricht von einem «Flow».

«Wir haben eine extrem gute Mentalität. Wenn man das Spiel in Lugano am letzten Wochenende anschaut, da waren wir miserabel und gewannen trotzdem 2:1. Es stimmt einfach alles derzeit. Das Team ist einfach super. Wir fühlen uns wohl und in der Kabine herrscht eine extrem gute Stimmung», so Fassnacht über die Gründe, warum er YB derzeit so souverän sieht.

Natürlich sei die gute Stimmung logisch, wenn man in der Liga die Tabelle anführt und auch im Cup weiter ist. «Aber der Erfolg kommt nicht von irgendwo, wir trainieren sehr gut und auf den Spielen kann man aufbauen – vor allem, wenn man viele Tore schiesst.»

Das hat im Cup nicht ganz nach Wunsch geklappt, aber der Sieg sei hochverdient gewesen. Trainer Adi Hütter: «Im Viertelfinal zählt nur eins: das Weiterkommen.» Und das ist YB – erstmals seit 2009 stehen die Berner wieder in einem Halbfinal – gelungen. Nun kommt es da in der letzten Februarwoche zum Hit gegen den Titelverteidiger aus Basel.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.