18.01.2017 19:52

EHC Kloten

«Das war ein heftiger Schlag ins Gesicht»

Der EHC Kloten steht mit dem Rücken zur Wand. Doch von einer Entscheidung am Strich will man nichts wissen.

von
Marcel Allemann
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Ein ganz bitterer Moment: 12 Sekunden vor Schluss sehen die Klotener Daniele Grassi (l.) und René Back, wie der Puck den Weg in ihr Tor findet und sie die Partie noch verlieren.

Ein ganz bitterer Moment: 12 Sekunden vor Schluss sehen die Klotener Daniele Grassi (l.) und René Back, wie der Puck den Weg in ihr Tor findet und sie die Partie noch verlieren.

Keystone/Patrick B. Kraemer
Während Berns Siegtorschütze Andrew Ebbett (25) im Hintergrund feiert, ist der Frust bei den Klotenern James Sheppard (88), René Back (34) und Goalie Martin Gerber riesig.

Während Berns Siegtorschütze Andrew Ebbett (25) im Hintergrund feiert, ist der Frust bei den Klotenern James Sheppard (88), René Back (34) und Goalie Martin Gerber riesig.

Keystone/Patrick B. Kraemer
Sportchef Pascal Müller (r., hier mit Kloten-Trainer Pekka Tirkkonen) würde für ein Scheitern die Verantwortung übernehmen.

Sportchef Pascal Müller (r., hier mit Kloten-Trainer Pekka Tirkkonen) würde für ein Scheitern die Verantwortung übernehmen.

Keystone/Siggi Bucher

«Das war ein heftiger Schlag ins Gesicht», beschreibt Sportchef Pascal Müller jene Szene am Dienstagabend, als dem SCB 12 Sekunden vor Schluss das 3:2-Siegtor gelang und Kloten am Ende ein weiteres Mal mit leeren Händen da stand. Es war die zwölfte Niederlage aus den letzten 13 Spielen. Sie liess den Rückstand auf einen Playoff-Platz auf acht Punkte anwachsen.

«Wir müssen nun schnellstmöglich Erfolg haben»

In der Nacht auf Mittwoch tat Müller denn auch kaum ein Auge zu, wie er sagt. Gegenüber 20 Minuten gab er sich auch unausgeschlafen kämpferisch: «Wir können heute noch down sein, doch morgen müssen wir wieder aufstehen und das wichtige Spiel in Lugano vorbereiten. Viel Zeit bleibt nicht mehr, wir müssen nun schnellstmöglich Erfolg haben.»

Um nichts unversucht zu lassen, präsentierte Müller am Mittwoch mit dem kanadischen Stürmer Colby Genoway einen neuen Ausländer. Gehen wird dafür der Franzose Kevin Hecquefeuille, denn nach seiner auskurierten Hirnerschütterung wird Bobby Sanguinetti am Wochenende in der Verteidigung zurückerwartet. Seit der Amerikaner fehlt, steckt Kloten im Tief.

Ist Santala schuld wenn die Playoffs verpasst werden?

Nicht förderlich war kurz danach auch der erzwungene Abgang von Leitwolf Tommi Santala. Ist er schuld, falls es Kloten nicht in die Playoffs schafft? Müller: «Nein, ich trage die Verantwortung im sportlichen Bereich. Ein Scheitern würde ich auf meine Kappe nehmen – und sicher nicht mit dem Finger auf Spieler zeigen!»

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