National League: «Das war fantastisch» – so zerstörte der HCD Servettes fast perfekte Heimbilanz

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National League«Das war fantastisch» – so zerstörte der HCD Servettes fast perfekte Heimbilanz

Genf kann doch nicht immer gewinnen, Kloten besiegt die ZSC Lions und der EV Zug befindet sich in der Krise – das sind die Erkenntnisse des Wochenendes in der National League.

von
Adrian Hunziker
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Der HC Davos gewann am Sonntag in Genf nach einem 0:3-Rückstand.

Der HC Davos gewann am Sonntag in Genf nach einem 0:3-Rückstand.

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Damit beendeten die Bündner die stolze Heimbilanz Servettes. 

Damit beendeten die Bündner die stolze Heimbilanz Servettes. 

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Auch Kloten darf jubeln, der EHC besiegte die ZSC Lions im ersten Derby seit viereinhalb Jahren.  

Auch Kloten darf jubeln, der EHC besiegte die ZSC Lions im ersten Derby seit viereinhalb Jahren.  

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Darum gehts

Eines muss man der erst kürzlich gestarteten National-League-Saison lassen: Sie ist nie langweilig. Das, weil es immer wieder überraschende Spiele gibt, aber auch weil kein Team von Anfang an entweder nie oder immer verliert. Zuletzt belegte der Schweizer Rekordmeister HC Davos, dass auch der bisher souveräne Leader nicht unbezwingbar ist. 

HCD mit einer spektakulären Wende

6:0 Siege, 17:0 Punkte: So überragend lautete die Heimbilanz des souveränen Leaders Servette bis am Sonntag. Und auch gegen den HC Davos legten die Genfer los wie die Feuerwehr. Nach 19 Minuten führte Servette 3:0 – alles deutete auf den siebten Heimsieg hin, daran zweifelten wohl nur die wenigsten. Aber die Bündner gaben sich keineswegs geschlagen. Eine Sekunde vor der ersten Drittelpause verkürzten sie durch Julian Schmutz. Der HCD liess sich auch durch das 1:4 durch Henrik Tömmernes (26.) nicht beirren. Marc Wieser (40.), Matej Stransky mit seinem siebten Saisontreffer (42.) und Raphael Prassl (57.) glichen die Partie für die Davoser noch in der regulären Spielzeit aus. 

Routinier Andres Ambühl war es vorenthalten, die Entscheidung in der Verlängerung herbeizuführen. Nach einem herrlichen Solo entschied der 39-Jährige die Partie in der 62. Minute – Servettes stolze Heimbilanz war zerstört. HCD-Headcoach Christian Wohlwend bilanzierte auf MySports: «Wie wir zurückgekommen sind, das war einfach fantastisch.»

Kloten gewinnt erstes Derby seit viereinhalb Jahren

Was haben die Fans in Zürich und Kloten lange auf ein Derby warten müssen? Am Samstag war es nach viereinhalb Jahren endlich wieder so weit. Und diese von der Relevanz her wenig, von den Emotionen aber äusserst brisante Partie hatte es in sich, es herrschte in der Stimo-Arena richtige Derby-Stimmung. Das zeigt ein Blick auf die ersten 45 Minuten des Spiels: Tore gab es keine, Strafminuten hingegen en masse, hüben wie drüben, insgesamt kamen 26 Strafminuten zusammen. «Auch wenn ‹Scheiss-Kloten› skandiert wird: Man hat jetzt gesehen, dass es diese Derbys in Zürich einfach braucht. Dass man sich gegenseitig Nettigkeiten austauscht und markiert wird, gehört dazu. Es war nichts Unfaires dabei», sagte Kloten-Captain Steve Kellenberger nach dem Spiel gegenüber den Tamedia-Zeitungen (Bezahlschranke). 

In der 46. Minute durchbrach Dario Meyer im Powerplay die Torflaute und traf zur viel umjubelten Führung für das Heimteam. Zwar machte es der NHL-Abkömmling Alexandre Texier in der 55. nochmals spannend, das aber nur kurz. Denn Miro Aaltonen benötigte gerade mal 41 Sekunden, um die Klotener wieder in Front zu schiessen. Das war denn auch die Entscheidung. 

Der Meister findet den Tritt nicht

Wer sich aktuell die Tabelle anschaut, wird sich etwas erstaunt die Augen reiben: Der EV Zug dümpelt auf dem neunten Zwischenrang herum. Das war vor dieser Spielzeit vom Meister der beiden vergangenen Saisons nicht zu erwarten gewesen. Sieben Siege stehen sieben Niederlagen gegenüber, das zeugt nicht gerade von Konstanz. Zu reden gibt vor allem die letzte Pleite, ein 1:3 in Langnau. Die Tigers waren in den vergangenen Jahren stets Punktelieferant für die Gegner, heuer ist dem nicht so. Die Emmentaler besiegten den EVZ dank Toren von Harri Pesonen (14.), Aleksi Saarela (18.) und Sami Lepistö (59.). 

Doch obwohl die Zuger nicht da stehen, wo sie es sich gewünscht hatten, und obwohl viele von einer Krise sprechen, sagt Trainer Dan Tangnes gegenüber der «Luzerner Zeitung» (Bezahlschranke): «Es gibt keine Schuldzuweisungen.» Die Stimmung in der Kabine ist also immer noch gut, beim dreifachen Meister macht sich aktuell niemand Sorgen. Das muss ein Warnsignal für alle Kontrahenten sein: Mit dem EVZ ist stets zu rechnen, er lässt sich auch von einer Krise nicht beirren.  

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