Findelhund erschossen: «Das war reine Mordlust»

Aktualisiert

Findelhund erschossen«Das war reine Mordlust»

Der Tod des Findelhunds Funny erregt die Gemüter der Rheintaler Tierschützer. Ihrer Meinung nach wurde er grundlos erschossen – von den Behörden.

von
Katja Fässler

Für die in Altstätten gefundene Streunerin Funny war der Aufenthalt im Tierheim Tannenhof in Walzenhausen nur von kurzer Dauer. Denn nach nur neun Tagen holte sie der Altstätter Tierschutzbeauftragte Erwin Bandel am 2. Juni ab und erschoss sie kurz darauf. «Wir übergaben ihm den Hund, ahnten aber nicht, dass er ihn gleich töten würde», so Godi Lenherr, Leiter des Tierheims. Für ihn ist klar, dass Bandel aus «reiner Mordlust» gehandelt hat. Er hat den Tierschutzbeauftragten nun angezeigt.

Bandel selber ist sich keiner Schuld bewusst: «Mit Einverständnis der Gemeinde habe ich den Hund be­seitigt.» Dies weil der Hund innert zehn Tagen nicht vermittelt werden konnte. «Die Gemeinde sollte nicht für den Hund aufkommen müssen», so Bandel. Für Lenherr eine faule Ausrede: «Wenn die Gemeinde uns gefragt hätte, wären wir natürlich für den Hund aufgekommen.» Funny ist nun zwar tot, das Thema ist aber noch lange nicht vom Tisch. Der Altstätter Stadtpräsident Daniel Bühler, der von Tierschützern mit Anrufen «bombardiert» worden sei, hat eine Sitzung zur Klärung des Falls einberufen.

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