Aktualisiert 02.01.2012 05:13

Als hätte er es geahnt

Das war sein letzter Twitter-Eintrag

Der argentinische Motorradfahrer Jorge Martinez Boero ist auf Startetappe der Rallye Dakar in seinem Heimatland tödlich verunglückt. Kurz vor dem Start hatte er noch einen Tweet verfasst.

von
jam
Jorge Martinez Boero ist an der Rallye Dakar tödlich verunglückt: Nur Stunden zuvor hatte er diesen Tweet veröffentlicht.

Jorge Martinez Boero ist an der Rallye Dakar tödlich verunglückt: Nur Stunden zuvor hatte er diesen Tweet veröffentlicht.

«Ich werde alles geben. Was dich nicht umbringt, macht dich stärker.» Dies sind die letzten Worte des argentinischen Motorradfahrers Jorge Martinez Boero, die er via Twitter hat verlauten lassen.

Boero starb bei einem Unfall auf der ersten Etappe der Rallye Dakar von Mar del Plata nach Santa Rosa de la Pampa in seinem Heimatland Argentinien.

Nur Stunden vor dem Start der Etappe hat der 38-Jährige den Eintrag verfasst, der für ihn eine fast schon prophetische Dimension annehmen sollte. Der Fahrer habe nach seinem tragischen Unfall einen Herzstillstand erlitten, liessen die Organisatoren der Rallye via offizielle Mitteilung verlauten. Fünf Minuten nach dem Sturz sei ärztliches Personal bei ihm gewesen. «Trotz ihrer Bemühungen ist es den Ärzten nicht gelungen, den Fahrer wiederzubeleben, der im Laufe seines anschliessenden Transports zum Krankenhaus verstorben ist», heisst es in der Mitteilung.

Gefährliche Rallye

Die Rallye Dakar ist vor vier Jahren von Afrika nach Südamerika verlegt worden - aus Sicherheitsgründen. Trotzdem haben die Organisatoren immer wieder Todesopfer zu beklagen. Zuletzt war im vergangenen Jahr ein Rallye-Auto in einen Pickup eines Landarbeiters geprallt. Dieser wurde dabei so schwer verletzt, dass er kurz darauf verstarb. Und 2011 war ein deutscher Fahrer in eine Zuschauergruppe gerast, wobei fünf Personen schwer verletzt wurden. Eine 28-Jährige erlag kurz darauf ihren Verletzungen

Vor einem Jahr entging der aus der Stadt Bolivar stammende Boero an der Rallye Dakar dem Tod noch knapp. Er hatte einen schweren Unfall erlitten und bangte während voller acht Stunden um sein Leben - verletzt am Fuss einer Klippe liegend.

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