Migrantenkrawalle: Die Gewaltspur von Köln über Brüssel bis Berlin – eine Chronologie

Aktualisiert

MigrantenkrawalleDie Gewaltspur von Köln über Brüssel bis Berlin – eine Chronologie

Die Bilder der Silvester-Nacht in Berlin sorgten für eine Welle der Empörung. Es ist nicht das erste Mal, dass vorwiegend junge Männer mit Migrationshintergrund Chaos und Zerstörung anrichten. Eine Chronologie.

von
Christina Pirskanen
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An Neujahr kam es in Berlin zu gewaltsamen Ausschreitungen. Es ist nicht das erste Mal, dass überwiegend junge Männer mit Migrationshintergrund für Chaos sorgen.

An Neujahr kam es in Berlin zu gewaltsamen Ausschreitungen. Es ist nicht das erste Mal, dass überwiegend junge Männer mit Migrationshintergrund für Chaos sorgen.

IMAGO/Marius Schwarz
Köln, 2015: Über tausend Leute feierten in Köln Silvester, bis die Stimmung kippte. Gruppen junger, alkoholisierter Männer fingen an, Frauen sexuell zu bedrängen. Der überwiegende Anteil der Täter wies einen Migrationshintergrund auf.

Köln, 2015: Über tausend Leute feierten in Köln Silvester, bis die Stimmung kippte. Gruppen junger, alkoholisierter Männer fingen an, Frauen sexuell zu bedrängen. Der überwiegende Anteil der Täter wies einen Migrationshintergrund auf.

EPA/Markus Boehm
Es gingen mehr als 500 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe ein. 

Es gingen mehr als 500 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe ein. 

imago/Manngold

Darum gehts

  • An Neujahr kam es deutschlandweit zu schweren Krawallen.

  • Besonders in Berlin war die Verwüstung gross – auch Ambulanzen und Einsatzkräfte wurden mit Feuerwerkskörpern beschossen.

  • Es ist nicht das erste Mal, dass es durch Personen mit Migrationshintergrund zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen ist.

  • Während der letzten Jahre spielten sich europaweit immer wieder ähnliche Szenen ab.

In und um die Silvesternacht kam es in Berlin zu gewaltsamen Ausschreitungen. Dabei wurden Einsatzkräfte und Ambulanzen mit Böllern und Feuerlöschern angegriffen, Autos und Häuser in Brand gesteckt und Menschen mit Feuerwerken beschossen. Rund 70 Prozent der jungen Männer hatten keinen deutschen Pass.

Die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) sagt gegenüber 20 Minuten, wo sie die Ursachen sieht und wie hierzulande mit solchen Problemen umgegangen wird: «Gewalt gibt es in jeder Gesellschaft. Sie lässt sich nicht auf das Thema Migration reduzieren», findet sie.

Wie kam es zur Debatte? Es ist nicht das erste Mal, dass es in Mitteleuropa zu gewaltsamen Ausschreitungen durch Personen mit Migrationshintergrund oder Flüchtende kommt. Ein Rückblick.

Köln DE, Silvester 2015

Am 31. Dezember 2015 feierten in Köln mehr als tausend Menschen Silvester. Doch was als Fest begann, endete im Chaos: Im Verlauf des Abends begannen Gruppen junger, stark alkoholisierter Männer, Feuerwerkskörper abzubrennen. Die Unruhestifter, grösstenteils Personen mit Migrationshintergrund oder Flüchtende aus Nordafrika, fingen an, Frauen auszurauben und sexuell zu belästigen. Es gingen mehr als 500 Anzeigen wegen sexualisierter Übergriffe ein – verurteilt wurden nur drei Täter.

Die öffentlich-rechtlichen Medien wurden daraufhin kritisiert: Ex-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sprach von einem «Schweigekartell» und «Nachrichtensperren», weil die Medien erst nach einigen Tagen über den Hintergrund der Täter berichteten. Seither kam es in Deutschland fast jährlich zu gewaltsamen Krawallen an Silvester.

Stuttgart DE, Juni 2020

Als die Polizei in der Stuttgarter Innenstadt um Mitternacht Drogenkontrollen durchführte, schlossen sich Feiernde zusammen, um sich gegen die Einsatzkräfte zu solidarisieren. Es kam zu Auseinandersetzungen mit rund 500 Randalierenden. Sie traten gegen Schaufenster, plünderten, griffen Polizisten an und demolierten Einsatzfahrzeuge. 19 Polizistinnen und Polizisten wurden verletzt, es kam zu rund 25 vorläufigen Festnahmen. Auch hier handelte es sich gemäss Bild bei den Krawallmachern um mehrheitlich jugendliche und junge Männer mit Migrationshintergrund, die sich mit ihren Zerstörungen in den sozialen Medien brüsteten.

Gewaltsame Krawalle in Europa häufen sich

Nicht nur Jugendliche mit Migrationshintergrund waren jüngst an Krawallen beteiligt: 2018 kam es im deutschen Chemnitz zu gewaltsamen Protesten durch Rechtsextreme. Auslöser war ein vorangegangener Mord an einem Deutsch-Kubaner. 2019 brannte es nach zerstörerischen Demos der «Gilets jaunes» gleich mehrere Male in Paris. Ende 2020 demonstrierten hier auch Gegner eines neuen Sicherheitsgesetzes – es verbietet das Filmen von Polizisten. Die Pandemiejahre 2020 und 2021 waren zudem durch europaweite, gewaltsame Corona-Demonstrationen geprägt.

Gardasee IT, Juni 2022

Am 2. Juni, dem italienischen Tag der Republik, fand sich eine Gruppe von rund 1500 Jugendlichen für ein illegales Festival in Peschiera del Garda zusammen. Ihr Ziel: Chaos anrichten. Sie zogen durch die Gassen und zerstörten Schaufenster, attackierten Touristinnen und Touristen und stampften auf Autodächer. Dabei schwenkten die Randalierer, die vorwiegend aus Nordafrika stammen, marokkanische Fahnen und schrien «Das ist Afrika». Gegen Abend wurden mehrere junge Frauen im Zug von Teilnehmern des «Festivals» sexuell belästigt und beschimpft. Der Mob hatte sich zuvor auf Tiktok organisiert.

Ein Tag voller Chaos und Verwüstung in Peschiera del Garda: Rund 1500 Menschen versammelten sich, um durch das Dorf zu ziehen.

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Linz AT, November 2022

In der Halloween-Nacht am 31. Oktober 2022 und am darauffolgenden Abend kam es in der Linzer Innenstadt zu Krawallen. Rund 200 junge Männer, grösstenteils mit Migrationshintergrund, warfen mit Böllern, Steinen und Flaschen. Sie attackierten erst Passantinnen und Passanten, später die Polizei. Es kam zu rund 130 Anzeigen. Auch diese Krawalle wurden lange vorweg auf Tiktok geplant und sollen vom Netflix-Film «Athena» inspiriert worden sein.

Brüssel BEL, Dezember 2022

Kurz vor Spielende des WM-Fussballmatches zwischen Marokko und Belgien begannen in der Brüsseler Innenstadt rund 200 junge marokkanischstämmige Fans damit, Böller zu zünden, E-Roller in Brand zu setzen, Polizisten anzugreifen und Autos zu demolieren.

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