Aktualisiert 11.08.2009 21:12

Neue Philosophie des SCB«Das Wir steht vor dem Ich»

305 000 Franken Gewinn machte der SC Bern letzte Saison trotz dem Viertelfinal-Aus. Die Wirtschaftskrise bereitet auch dem Grossklub Sorgen. Sportlich soll der Teamgedanke den SCB zum Titel führen.

von
Peter Berger

Der SCB setzte in der vergangenen Saison 23 Millionen Franken um (35 Mio. mit den Gastrobetrieben). Die Personalkosten stiegen um 2,1 auf 11,7 Millionen. Schliesslich resultierte ein Gewinn von 305  000 Franken. «Das Budget für die nächste Saison geben wir wie üblich nicht bekannt», erklärte Geschäftsführer Marc Lüthi.

Die Berner bekommen das erneute sportliche Scheitern zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahr haben bis jetzt mit 8602 Fans mehr als 1000 Anhänger weniger ein Stehplatzabo gekauft. Zusammen mit den VIP-Tickets sind denoch schon 11  000 Abos weg, bei 13 000 wird erneut gestoppt. «Ich bin zuversichtlich, dass wir das erreichen», sagt der operative Geschäftsleiter Rolf Bachmann. Marketingboss Marcel Wisler versucht derzeit die vielen auslaufenden Sponsorenverträge zu verlängern. Wegen der Wirtschaftskrise ist das nicht einfach.

Auf dem Eis soll der Meistertitel her. «Aber unser erstes Ziel heisst: Das Wir steht vor dem Ich», sagte Sportchef Sven Leuenberger.

Betrachtete man die Namensschilder der Referenten, entstand der Eindruck, dass die neue Philosophie vor allem für das Team von Coach Larry Huras und weniger für die Teppichetage gilt: Da sassen der CEO, der COO, der CMO und der GM. Walter Born muss sich neben den verschiedenen Chief Officers und dem General Manager mit der simplen Bezeichnung VR-Präsident begnügen.

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