Energiekostenzuschlag im Sonne Seehotel: Das denkt ihr darüber

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Energiekostenzuschlag «Das wird ein Schuss ins eigene Bein»

Ein Hotel am Sempachersee verlangt neu einen Zuschlag für die Energiekosten. Viele 20-Minuten-Leserinnen und -Leser ärgert das. 

von
Gabriela Graber
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Das Sonne Seehotel in Eich am Sempachersee verlangt von seinen Gästen einen Energiekostenzuschlag von fünf Prozent.

Das Sonne Seehotel in Eich am Sempachersee verlangt von seinen Gästen einen Energiekostenzuschlag von fünf Prozent.

Sonneseehotel.ch
Mit diesem Schreiben informiert das Hotel über den Energiekostenzuschlag. Wer über 1000 Franken ausgibt, zahlt noch vier Prozent drauf, ab 5000 Franken sind’s drei Prozent.

Mit diesem Schreiben informiert das Hotel über den Energiekostenzuschlag. Wer über 1000 Franken ausgibt, zahlt noch vier Prozent drauf, ab 5000 Franken sind’s drei Prozent.

News-Scout
Die Energiepreise seien teils drastisch gestiegen. 

Die Energiepreise seien teils drastisch gestiegen. 

REUTERS

Darum gehts: 

News-Scout R.* hat vor zwei Monaten eine Hotelübernachtung im Sonne Seehotel Eich am Sempachersee gebucht. Nun erhielt er eine Nachricht des Hotels: Wegen der hohen Energiepreise gebe es einen Energiekostenzuschlag von fünf Prozent. Grund dafür sei eine achtmal höhere Stromrechnung im Juli verglichen mit letztem Jahr. Man habe eine Notmassnahme treffen müssen, so Felix Suhner, Inhaber der Firma Balance Familie, die fünf Hotels mit mehreren Restaurants betreibt. News-Scout R.* und der Grossteil der 20-Minuten-Leserinnen und -Leser sind über diesen Schritt empört. 

«Ein Schuss ins eigene Bein»

«Eine Frechheit», kommentiert User Dominic19. «Geht's eigentlich noch? Ich besitze ein Informatikunternehmen – und mir gibt man nichts für den teureren Strom, den unsere Server verbrauchen», so Hugi78. «Es gibt in einem Betrieb sicher andere Möglichkeiten, Energie zu sparen, ohne gleich wieder alles auf die Konsumenten abzuwälzen», findet User Canone47. «Das wird ein Schuss ins eigene Bein werden, wenn dadurch Buchungen zurückgehen.»

Der Staat solle unbedingt einen Preisdeckel bestimmen, findet dagegen Hossa74. Das sieht auch User Alzie so. «Falscher Ansatz: Strompreise müssen vorübergehend gedeckelt werden. Strom darf kein völlig freies Marktgut sein.» Etliche Leserinnen und Leser geben an, nur selten Schweizer Hotels zu besuchen, da diese zu teuer seien. Einer von ihnen ist User immerschön: «Aufgrund der steigenden Preise habe ich mir gestern einen Zweitjob geangelt. Der Bundesrat lässt uns im Stich, Leute!» Leser Klaussprecher25 findet, dass die Preiserhöhung ein Grund mehr sei, über Hotelportale zu buchen. «Da ist der Preis garantiert und eine nachträgliche Erhöhung nicht möglich.»

«Küche, Lüftung, Bäder und Wellness sind Stromfresser»

«Ich bin sehr zufrieden mit der Qualität der Schweizer Hotels, der Gastfreundschaft und dem freundlichen Service», kommentiert User Kyraaa. «Den Aufpreis kann ich nachvollziehen, völlig OK. Ich hoffe, andere Betriebe ziehen nach.» «Wer das Gefühl hat, mit weniger Heizen sei es getan, hat keine Ahnung. Küche, Lüftung, Bäder und Wellness sind Stromfresser», schreibt Sundwind. «Die Gastrobranche kommt aber auch immer drunter. Arme Wirte ....», so george_aus_dem_dschungel. Die Mehrkosten seien richtig, der Umschlag von fünf Prozent zu hoch, findet hingegen BiggyGeny. «So viel zusätzliche Energie verbraucht der Gast nicht.»

Was denkst du über den Energieaufpreis?

User Dihydrogenmonoxid, der beruflich oft in Hotels unterwegs sei, ist der Ansicht, dass Hotels mehr Energie sparen sollten: «Schon so oft habe ich über die energetische Ineffizienz gestaunt: Altertümliche Leuchtmittel, Lampenschirme, die mehr Licht zurückhalten als durchlassen, Deko-Licht, unnötige Minibar-Kühlschränke mit tiefster Energieeffizienz, Handtücher, die jeden Tag ersetzt werden, obwohl man sie aufgehängt hat ...» User Ausland_Schweizer fordert ähnliches: «Sind überall LED installiert? Ist die Minibar das neueste Modell, oder wie fast überall, uralt? Es gibt sicher viel Potential zum Sparen, aber das kostet. Und so lange der Strom so billig war, haben viele Hotels nichts gemacht …» 

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