10.03.2020 11:29

Klaas entschuldigt sich«Das wird nicht mehr vorkommen»

In einer Reportage wurde aufgedeckt, dass Joko und Klaas bei ihren spektakulären Videos tricksten. Klaas meint nun, sie seien übers Ziel hinausgeschossen.

von
shy
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Den grössten Teil seines «Late Night Berlin»-Eröffnungsmonologs verbrachte Klaas Heufer-Umlauf (36) am Montagabend mit den Fake-Vorwürfen um einige der Aktionen, mit denen er und sein kongenialer Entertainment-Partner Joko Winterscheidt (41) sich seit vergangener Woche konfrontiert sehen. «Vieles, was in Fernsehstudios passiert und vieles, was in dieser Reportage aufgezählt wurde, ist völlig zu Recht Teil einer Inszenierung namens Entertainment», sagte Klaas.

Den grössten Teil seines «Late Night Berlin»-Eröffnungsmonologs verbrachte Klaas Heufer-Umlauf (36) am Montagabend mit den Fake-Vorwürfen um einige der Aktionen, mit denen er und sein kongenialer Entertainment-Partner Joko Winterscheidt (41) sich seit vergangener Woche konfrontiert sehen. «Vieles, was in Fernsehstudios passiert und vieles, was in dieser Reportage aufgezählt wurde, ist völlig zu Recht Teil einer Inszenierung namens Entertainment», sagte Klaas.

Screenshot Prosieben
Er fuhr fort: «Trotzdem und das will ich hier klar und deutlich sagen, sind wir in einzelnen Fällen über dieses Ziel hinausgeschossen. Dafür möchte ich mich, ernst gemeint und ohne jede Ironie, entschuldigen. Das war ohne Wenn und Aber ein Fehler und wird so auch nicht mehr vorkommen.»

Er fuhr fort: «Trotzdem und das will ich hier klar und deutlich sagen, sind wir in einzelnen Fällen über dieses Ziel hinausgeschossen. Dafür möchte ich mich, ernst gemeint und ohne jede Ironie, entschuldigen. Das war ohne Wenn und Aber ein Fehler und wird so auch nicht mehr vorkommen.»

Screenshot Prosieben
Joko (links) und Klaas sind Genies der Unterhaltungsbranche. Mit ihren TV-Formaten «Late Night Berlin», «Das Duell um die Welt» oder «Joko und Klaas gegen Prosieben» halten sie sich seit Jahren erfolgreich auf den Bildschirmen und im Gespräch.

Joko (links) und Klaas sind Genies der Unterhaltungsbranche. Mit ihren TV-Formaten «Late Night Berlin», «Das Duell um die Welt» oder «Joko und Klaas gegen Prosieben» halten sie sich seit Jahren erfolgreich auf den Bildschirmen und im Gespräch.

Marco Justus Schöler

Vergangene Woche zeigten die Macher des NDR-Formats STRG_F auf, dass die deutschen Entertainer Joko Winderscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36) bei einigen Videos ihrer Formate wie «Duell um die Welt» oder «Late Night Berlin» ordentlich getrickst haben – die Situationen also gar nicht so dramatisch war oder vermeintliche Passanten engagierte Laienschauspieler waren.

Der Sender Prosieben veröffentlichte daraufhin ausweichende Statements zu den Vorwürfen, Joko und Klaas hingegen hüllten sich in Schweigen. Bis jetzt. Am Montagabend widmete Klaas dem Thema einen beträchtlichen Teil des Eröffnungsmonologs seiner Show «Late Night Berlin» – und äusserte eine durchaus ernst gemeinte Entschuldigung.

«Vieles, was in Fernsehstudios passiert, ist Teil einer Inszenierung»

«Natürlich war unser erster Reflex zu sagen: ‹Ja, wir machen ja hier nur Quatschfernsehen›», beginnt Klaas, «‹und um Gottes willen, wir sind ja keine Journalisten, die jetzt ausschliesslich der Wahrheit verpflichtet sind.› Wir sind Joko und Klaas, wir haben uns den Mund zugenäht, wir haben uns einen Donut in die Stirn gespritzt, wir machen keine Dokumentationen, keine Reportagen und wir machen und zeigen auch Sachen, die Sie und euch aus dem Alltag rausreissen sollen, das ist das Hauptziel.»

Die besagte Reportage. (Quelle: Youtube/STRG_F)

Er fährt fort, scheinbar verteidigend: «Dabei übertreiben und dramatisieren wir, für eine bessere Pointe überspitzen oder verkürzen wir Sachen, stellen sie manchmal auch spektakulärer dar, als sie in der Realität stattgefunden haben. Das gilt für die Einspielfilme genauso wie für die Show selbst. Vieles, was in Fernsehstudios passiert und vieles, was in dieser Reportage aufgezählt wurde, ist völlig zu Recht Teil einer Inszenierung namens Entertainment.»

«Ich kann jeden verstehen, der davon enttäuscht wurde»

Doch dann folgt Real-Talk: «Trotzdem, und das will ich hier klar und deutlich sagen, sind wir in einzelnen Fällen über dieses Ziel hinausgeschossen, so zum Beispiel beim Fahrraddieb.» Diese Situation «haben wir deutlich so anders dargestellt, dass man es auch nicht mit so einem einfachen ‹Ist ja nur Unterhaltung› wegwischen kann. Ich kann auch jeden verstehen, der davon enttäuscht wurde».

Und dann das «Sorry»: «Dafür möchte ich mich, ernst gemeint und ohne jede Ironie, entschuldigen. Das war ohne Wenn und Aber ein Fehler und wird so auch nicht mehr vorkommen. Wir und jeder Einzelne, der mit uns an unseren Shows arbeitet, liebt das Fernsehen, liebt es, möglichst spektakuläre, lustige oder auch oft superdumme Sachen zu präsentieren.»

«Wir haben ‹Joko und Klaas auf dem Mars› abgesagt»

Die «Fehler, die wir dabei gemacht haben», hätten sie nicht aus «Zynismus, Zuschauerverachtung oder Faulheit» gemacht, schliesst Klaas die Entschuldigung ab, «es gab Einzelfälle, bei denen wir nicht einsehen wollten, dass die Realität weniger spannend ist als das, was wir gern auf der Showbühne sehen».

Punkt. Klaas Heufer-Umlauf hat sich souverän geschlagen. An der Glaubwürdigkeit seiner und Joko Winterscheidts künftiger Videos werden die Zuschauer wohl trotzdem ein Weilchen lang zweifeln. Dessen ist sich auch Klaas bewusst, der im Anschluss sagt: «Eigentlich wollten wir dieses Jahr auch noch ‹Joko und Klaas auf dem Mars› machen, aber das haben wir jetzt abgesagt. Könnt ihr euch beim NDR bedanken.»

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