Tornados: Das Wunder vom Baumarkt
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TornadosDas Wunder vom Baumarkt

Rund 100 Kunden und Mitarbeiter befinden sich im Lowe's, als das Fachgeschäft im Provinzstädtchen Sanford von einem Tornado schwer verwüstet wird. Auf wundersame Weise haben alle überlebt.

von
rub

Mike Hollowell, der Manager des Baumarkts von Sanford im Zentrum North Carolinas, wird von einigen US-Medien zum Helden stilisiert. Seinem schnellen Eingreifen sei die Rettung von 45 bis 50 Mitarbeitern und 50 bis 60 Kunden vor der zerstörerischen Kraft eines Tornados zu verdanken. Der Wirbelsturm hatte das Gebäude am Samstagnachmittag richtiggehend zertrümmert. Niemand kam ernsthaft zu Schaden.

Doch Manager Hollowell wirft sich nicht in Heldenpose. «Es war eine Teamleistung», sagt er gegenüber dem «Sanford Herald». «Wir haben sehr gut miteinander kommuniziert.» Das Geschäft habe über einen Notfallplan für Unwetter verfügt und ihn angewendet.

Hollowell erzählt, er habe gerade einen Kunden beraten, als jemand sagte, ein Tornado sei im Anzug. Als er aufschaute sah er, wie der Sturm auf der andern Strassenseite ein Geschäft für Traktorenzubehör erfasste. Hallowells Mitarbeiter hätten unverzüglich über Lautsprecher aufgerufen, in den hinteren Teil des Gebäudes zu fliehen.

«Alles wurde schwarz»

Aber nicht alle schafften es bis dorthin. Kim Thomas, die die Spenglerabteilung leitet, sagte der Lokalzeitung, sie sei in die Gartenabteilung gelaufen und habe allen gesagt, sie sollen ins Gebäude kommen. Dann wurde sie vom Sturm erfasst. «Alles wurde schwarz», sagt Thomas. Sie hätten sich gegenseitig festgehalten. «Dann haben sich alle hingelegt. Es war furchtbar.»

Als der Tornado endlich vorübergezogen war, hätten sich alle vorsichtig vor das Gebäude begeben. Die Zählung der Anwesenden habe begonnen. Erstaunlicherweise fehlte niemand.

Für Manager Mike Hollowell war es «einfach ein Wunder. Ich bin stolz auf jeden einzelnen Mitarbeiter.»

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