Markthalle Bern: «Das Ziel ist eine schwarze Null»
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Markthalle Bern«Das Ziel ist eine schwarze Null»

Migros-Aare-Chef Anton Gäumann will mit der Markthalle keinen Profit machen. Im Westside und in der Welle 7 sieht er derweil Optimierungsbedarf.

von
kaf
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Die Migros Aare will die Markthalle wieder aufleben lassen.

Die Migros Aare will die Markthalle wieder aufleben lassen.

Keystone/Peter Klaunzer
«Wir glauben an das damalige Konzept und wollen es mit gewissen Anpassungen an die heutige Zeit wieder in der Stadt Bern etablieren», sagt Migros Aare-Chef Anton Gäumann.

«Wir glauben an das damalige Konzept und wollen es mit gewissen Anpassungen an die heutige Zeit wieder in der Stadt Bern etablieren», sagt Migros Aare-Chef Anton Gäumann.

Keystone/Peter Klaunzer
Auch im Westside seien Anpassungen geplant, da es zu wenig Platz habe. Genaueres könne er aber noch nicht sagen.

Auch im Westside seien Anpassungen geplant, da es zu wenig Platz habe. Genaueres könne er aber noch nicht sagen.

Keystone/Peter Klaunzer

Berns Markthalle kehrt zurück: Die neue General-Mieterin Migros Aare will den Gastro-Tempel wieder aufleben lassen. «Wir glauben an das damalige Konzept und wollen es mit gewissen Anpassungen an die heutige Zeit wieder in der Stadt Bern etablieren», sagt Anton Gäumann im Interview mit der «Berner Zeitung». Der 56-jährige Steffisburger ist seit September 2016 Chef der Migros Aare.

«Die Räumlichkeiten haben Charakter, und sie bieten viel Potenzial für eine neue Nutzung», sagt Gäumann weiter zur Markthalle. Sie seien sich bewusst, dass sie damit ein unternehmerisches Risiko eingehen würden. Die Migros strebe aber auch keine Immobilienrendite an, wie sie sonst üblich sei. «Eine schwarze Null ist das wirtschaftliche Ziel.»

Zu wenig Platz im Westside und in der Welle 7

Auch in Berns Westen soll sich etwas tun: «Es gibt Pläne, im Westside einige Anpassungen vorzunehmen», so Gäumann. So habe es zuwenig Platz für die vielen Leute und die Kunden wünschten sich einen grösseren Migros-Supermarkt. Es sei aber noch zu früh, um Genaueres zu sagen.

Auch bei der Welle 7, die im August eröffnet wurde, sieht Gäumann noch Optimierungsbedarf. «Zu Spitzenzeiten müssen wir zum Beispiel den Kundenfluss innerhalb des Gebäudes noch besser verteilen.» Und für die Klubschule brauche es mehr abschliessbare Räume. Wegen der Doppelfunktion als Klubschule und Business Center seien die Räume nämlich flexibel und innovativ gestaltet. «Dabei hatten wir teilweise etwas zu viel Mut.»

Mit der Markthalle steht nun das nächste grosse Projekt in der Stadt Bern an – aber nicht das letzte: «Sicher ist, dass die Migros Aare als Unternehmen noch viele Herausforderungen anzupacken hat.»

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