Verstecktes Antlitz: Das zweite Gesicht der Nofretete
Aktualisiert

Verstecktes AntlitzDas zweite Gesicht der Nofretete

Hinter dem Gesicht der berühmten Büste der Nofretete im Ägyptischen Museum in Berlin verbirgt sich ein zweites Antlitz: In einer tiefer liegenden Schicht der Büste wurde das zweite Gesicht entdeckt.

Das zweite Gesicht haben Forscher um Alexander Huppertz vom Imaging Science Institute der Berliner Charité entdeckt. Dieses Gesicht ist direkt in den Kalksandstein gemeisselt, der den Kern der Büste ausmacht. Diese Grundform haben die ägyptischen Bildhauer mit Gips modelliert und den ästhetischen Vorstellungen der damaligen Zeit vor rund 3300 Jahren angepasst.

Aus ihren Untersuchungen mit dem Computertomographen wollen die Forscher mehr über die Zusammensetzung der Büste und die ägyptische Bildhauerkunst herausfinden. Damit kann die Büste, die einen unschätzbaren Wert hat, besser konserviert werden, schreiben die Forscher im Fachmagazin «Radiology» (Aprilausgabe 2009).

Schon im Jahr 1992 hatten Forscher die Nofretetebüste durchleuchtet. Mit neuen Untersuchungsverfahren versprachen sie sich aber bessere Ergebnisse.

Überraschende Entdeckung

Überrascht stellten die Forscher fest, dass der Sandstein selber ein eigenes Gesicht trägt. Über dieses Gesicht und die Ohren ist der Modelliergips recht dünn aufgetragen. Dicke Gipsschichten machen hingegen den hinteren Teil der Krone aus.

Das innere Gesicht war auf dem Kalksandstein schon sehr filigran herausgearbeitet. Es ist recht symmetrisch aufgebaut, hat aber gegenüber dem darübermodellierten Gipsgesicht einige

Abweichungen: die Augenwinkel sind weniger tief ausgearbeitet, die Mundwinkel und Wangen haben Falten und auf der Nase befindet sich ein kleiner Höcker. Die Fältchen und den Höcker hat der Bildhauer dann durch die Gipsmodellierungen ausgeglichen.

Quelle: Martin Schäfer / wissenschaft.de

Die Büste der Nofretete wurde im Jahr 1912 bei Ausgrabungen der Werkstatt des königlichen Bildhauermeisters Thutmosis gefunden. Mitsamt der Krone ist sie etwa einen halben Meter gross und auf etwa 1'300 v. Chr. datiert. Nofretete war die Gemahlin des Pharao Echnaton. Ihre Büste zählt zu den wichtigsten Funden des alten Ägyptens. Sie ist in Berlin im Ägyptischen Museum, welches zur Zeit im Alten Museum integriert ist, zu bewundern.

Die Büste der Nofretete wurde im Jahr 1912 bei Ausgrabungen der Werkstatt des königlichen Bildhauermeisters Thutmosis gefunden. Mitsamt der Krone ist sie etwa einen halben Meter gross und auf etwa 1'300 v. Chr. datiert. Nofretete war die Gemahlin des Pharao Echnaton. Ihre Büste zählt zu den wichtigsten Funden des alten Ägyptens. Sie ist in Berlin im Ägyptischen Museum, welches zur Zeit im Alten Museum integriert ist, zu bewundern.

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