10.12.2018 13:41

Departementsverteilung

«Dass Parmelin das VBS verlässt, ist feige»

Mit Viola Amherd erhält die Schweiz zum ersten Mal eine Verteidigungsministerin. Das sind die ersten Reaktionen zur Departementsverteilung.

von
anp/sda
1 / 8
Die Bundesräte Guy Parmelin (SVP) und Simonetta Sommaruga (SP) informieren an der Pressekonferenz am Montag über die neue Departementsverteilung.

Die Bundesräte Guy Parmelin (SVP) und Simonetta Sommaruga (SP) informieren an der Pressekonferenz am Montag über die neue Departementsverteilung.

Keystone/Peter Schneider
Die Departemente wurden neu verteilt: Guy Parmelin (SVP) übernimmt das Wirtschaftsdepartement, Simonetta Sommaruga (SP) das Uvek, Karin Keller-Sutter (FDP) die Justiz und Viola Amherd (CVP) muss mit dem Verteidigungsdepartement vorliebnehmen.

Die Departemente wurden neu verteilt: Guy Parmelin (SVP) übernimmt das Wirtschaftsdepartement, Simonetta Sommaruga (SP) das Uvek, Karin Keller-Sutter (FDP) die Justiz und Viola Amherd (CVP) muss mit dem Verteidigungsdepartement vorliebnehmen.

Keystone/Peter Klaunzer
Die neu gewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter und Viola Amherd übernehmen das Justizdepartement und das Verteidigungsdepartement.

Die neu gewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter und Viola Amherd übernehmen das Justizdepartement und das Verteidigungsdepartement.

Yoshiko Kusano

Im Bundesrat kommt es zu einer Rochade: Mit Viola Amherd erhält die Schweiz zum ersten Mal eine Verteidigungsministerin, Karin Keller-Sutter wird neue Justizministerin. Simonetta Sommaruga geht in das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) und Guy Parmelin wird Wirtschaftsminister. Das gab der Bundesrat am Montag bekannt.

Für die grosse Rochade sei eine Abstimmung im Bundesrat notwendig gewesen, sagte Bundesratssprecher André Simonazzi vor den Bundeshausmedien. Am vergangenen Freitag hatte der Bundesrat eine erste Aussprache geführt, aber noch keinen Entscheid gefällt.

Erste Frau als Verteidigungsministerin

Dass CVP-Bundesrätin Viola Amherd das Verteidigungsdepartement (VBS) übernimmt, gibt bereits zu reden. Auch Parmelins Wechsel nach nur drei Jahren vom VBS ins Wirtschaftsdepartement wird diskutiert. CVP-Nationalrat Philipp Kutter bezeichnet den Wechsel etwa als Flucht.

Die SP begrüsst es insbesondere, dass neben dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) unter SP-Bundesrat Alain Berset nun auch das Uvek in der Hand einer SP-Magistratin ist. Auch Grünen-Nationalrätin Regula Rytz twittert positiv über den Wechsel. Umwelt, Verkehr, Energie, Medienvielfalt – alles seien Themen, für die sich die SP immer schon mit Überzeugung eingesetzt habe, teilte die SP am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Die SP habe in diesen zentralen Dossiers grosse Kompetenzen.

(anp/sda/20 Minuten)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.