12.06.2019 09:02

In London gestrandet

Daten gelöscht – Easyjet will Kind nicht mitnehmen

Wegen eines Systemfehlers bei Easyjet wurde einem 40-jährigen Genfer und seinem 16 Monate alten Sohn der Flug verweigert. Das Unternehmen räumt Fehler ein.

von
mon
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Wegen eines Systemfehlers bei Easyjet wurde Vater und Sohn am Flughafen Luton in der Nähe von London der Rückflug nach Genf verweigert.

Wegen eines Systemfehlers bei Easyjet wurde Vater und Sohn am Flughafen Luton in der Nähe von London der Rückflug nach Genf verweigert.

AP/Christophe ena
Der Grund: Der Easyjet-Computer hatte alle Daten des Kleinkindes aus den Unternehmensdateien gelöscht.

Der Grund: Der Easyjet-Computer hatte alle Daten des Kleinkindes aus den Unternehmensdateien gelöscht.

Keystone/Georgios Kefalas
Der 40-Jährige zeigte den Mitarbeitern am Gate seine Unterlagen – aber auch das nützte nichts.

Der 40-Jährige zeigte den Mitarbeitern am Gate seine Unterlagen – aber auch das nützte nichts.

Keystone/Salvatore di Nolfi

So hatte sich der 40-jährige José aus Genf die Reise mit seinem 16 Monate alten Sohn nicht vorgestellt. Wegen eines Systemfehlers bei Easyjet wurde ihnen letzten Dienstag am Flughafen Luton in der Nähe von London der Rückflug nach Genf verweigert.

Der Grund: Der Easyjet-Computer hatte alle Daten des Kleinkindes aus den Unternehmensdateien gelöscht. Wie 20 minutes schreibt, war der Kleine nicht mehr im System registriert, und die Mitarbeiter liessen die beiden nicht ins Flugzeug einsteigen.

Name des Kindes stand auf dem Ticket

Für den Vater unverständlich: «Der Personalausweis meines Sohnes war doch registriert, sein Name stand sogar auf meinem Ticket.» Der 40-Jährige zeigte den Mitarbeitern am Gate seine Unterlagen – aber auch das nützte nichts. So blieb dem Genfer nichts anderes übrig, als einen neuen Flug für den nächsten Tag zu buchen.

Doch damit nicht genug: Wegen der bereits abgeschlossenen Sicherheitskontrollen durften sie den Flughafen nicht einfach so verlassen. Sie mussten darauf warten, dass ein Mitarbeiter sie nach draussen begleitet.

Easyjet räumt Fehler ein

Nach einer Stunde im Wartezimmer begann das Kleinkind zu weinen. Für den Vater zu viel: «Ich konnte nicht mehr und habe einen Aufstand gemacht.» Schliesslich brachte sie die Polizei aus dem Flughafen. Am nächsten Tag konnten Vater und Sohn problemlos nach Genf zurückkehren.

Easyjet hat sich in der Zwischenzeit beim Vater entschuldigt und eingeräumt, dass es sich um einen Fehler handelt: «Der Kundendienst hat den Passagier kontaktiert. Der verpasste Flug wird ihm rückerstattet», so ein Sprecher.

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