Connyland: Datendieb hat erneut zugeschlagen
Aktualisiert

ConnylandDatendieb hat erneut zugeschlagen

Tierschützer haben gestern erneut ein E-Mail vom Connyland veröffentlicht. Der verdächtigte Ex-Mitarbeiter bestreitet, etwas mit der Sache zu tun zu haben.

von
Simon Städeli
Der Ex-Mitarbeiter des Connyland, Terry Hardie, bestreitet, E-Mails veröffentlicht zu haben. Foto: youtube

Der Ex-Mitarbeiter des Connyland, Terry Hardie, bestreitet, E-Mails veröffentlicht zu haben. Foto: youtube

Schon wieder hat der unbekannte Datendieb beim Connyland zugeschlagen. Das Wal- und Delfinschutz-Forum hat gestern ein weiteres Mail veröffentlicht: Darin rät der Direktor des Tiergartens Nürnberg dem Connyland, das Feld nicht den «unprofessionellen Einschätzungen» der Tierschützer zu überlassen und aktiver zu kommunizieren. Der Tiergarten Nürnberg betreibt eines von noch drei Delfinarien in Deutschland. Weiter schlägt der Nürnberger Direktor eine gemeinsame Kommunikations-Strategie für Delfinarien vor.

Im Connyland versucht man nun, das Datenleck zu finden. Der von Connyland-Geschäftsführer Erich Brandenberger verdächtigte Ex-Mitarbeiter (20 Minuten berichtete) bestreitet, der Hacker zu sein. «Ich habe nichts mit der Sache zu tun», sagt Terry Hardie (35). Er habe nie unerlaubt auf Connyland-Daten zugegriffen. Der Neuseeländer arbeitete eineinhalb Jahre im Connyland und trat bei Shows mit Delfinen auf. 2009 wurde der Arbeitsvertrag wegen Meinungsverschiedenheiten aufgelöst. Hardie informierte

darauf Ocean Care über angebliche Missstände, worauf Strafanzeige gegen den Park ein­gereicht wurde. Die Untersuchungen wurden im letzten November eingestellt. «Ich wurde nie befragt, obwohl ich Kronzeuge bin», sagt Hardie, der heute als Informatiker arbeitet. Er hoffe, dass die Untersuchungen nun wieder aufgenommen würden.

Tote Delfine im Connyland
120124 connyland oceancare

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