Aktualisiert 08.02.2010 15:42

Street ViewDatenschützer schlagen zurück

Aktivisten der Gruppe Free Art & Technology (F.A.T.) wollen eins von Googles Kamerafahrzeugen heimlich mit einem GPS-Gerät ausgestattet haben. So konnte jeder sehen, welche Strassen der Suchmaschinenanbieter für sein Panorama-Angebot fotografieren liess.

von
hst
Freet Art & Technology (F.A.T.): GPS-Modul an Street-View-Auto angebracht. Bild: Screenshot/Composing

Freet Art & Technology (F.A.T.): GPS-Modul an Street-View-Auto angebracht. Bild: Screenshot/Composing

Wie auf der Webseite der Gruppe Free Art & Technology (F.A.T.) zu lesen ist, wollen Mitglieder ein Google-Auto vor dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin gesehen und heimlich ein GPS-Modul an ihm befestigt haben. So konnte jeder auf einer Karte im Netz verfolgen, wo sich das Kamerafahrzeug gerade befand. Mittlerweile wurde das GPS-Gerät aber wieder entfernt. Google hat sich bislang nicht geäussert. Eine Anfragen an das F.A.T-Netzwerk blieb bislang unbeantwortet. Völlig gegen den Marktführer scheint die Gruppe allerdings nicht zu sein. Denn für ihre Karte nutzen sie Google Maps. Wie manche Passanten auf das Auto reagierten, ist im Video zu sehen, welches auf der F.A.T.-Website veröffentlicht wurde.

Im Grossformat auf dem Videoportal

$$VIDEO$$

In Deutschland wurde Street View bislang nicht aufgeschaltet. Dort sieht sich Google massiver Kritik von Datenschützern ausgesetzt. Auch in der Schweiz befürchtet der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür, dass die Privatsphäre der Bürger nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb liegt er mit Google seit Lancierung von Street View im Streit und hat das US-Internet-Unternehmen mittels einer Klage vors Bundesverwaltungsgericht gebracht. Bis ein Urteil gefällt wird, darf Google zwar weiterhin Kamerafahrten unternehmen, muss darüber aber mindestens eine Woche vorher informieren und darf die Bilder noch nicht verwenden, wie 20 Minuten Online berichtete.

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