Datenschützer will die Kameras reduzieren
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Datenschützer will die Kameras reduzieren

Der städtische Datenschutzbeauftragte will die Videoüberwachung auf öffentlichem Grund einschränken.

Private Videokameras sollen aus Zürichs Strassen wieder verschwinden. Dies fordert der städtische Datenschutzbeauftragte Thomas Bärlocher: «Die Kameras schränken die persönliche Freiheit des Einzelnen ein», bestätigt er eine Meldung der NZZ. Die Überwachung habe ein Ausmass angenommen, das nicht mehr akzeptiert werden könne. Allein im Kreis 4 sind über 70 Videokameras montiert. Thomas Bärlocher stösst sich daran, dass diese privaten Überwachungskameras so installiert werden, dass auch der öffentliche Grund samt Passanten mitgefilmt wird.

«Das ist doch Blödsinn. Unsere Ladenbesitzer brauchen die Kameras, da sie Verbrechen zu verhindern helfen», sagt Max Künzig, Quartiervereinspräsident im Chreis Cheib. Der Datenschutz solle sich erst bei einem Missbrauch einmischen. Das findet auch Bernhard Fux, selber Ladenbesitzer an der Langstrasse: «Ich habe die Kamera aus Sicherheitsgründen aufgestellt. Sie dient der Abschreckung.»

Auch bei der Stadtpolizei wird diskutiert: «Grundsätzlich müssen über diesen Vorschlag die Politiker befinden. Wir sind aber dafür, wenn Kameras eingesetzt werden, die der Sicherheit und der Verbrechensverhütung dienen», so Sprecher Marco Cortesi.

Daniel Zumoberhaus

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