Aktualisiert 08.09.2009 14:15

SuchmaschinenDatenschutzprobleme werden verschwiegen

Google Japan hat ein Video ins Netz gestellt, in dem Kindern auf amüsante Weise der Panorama-Dienst «Street View» erläutert wird. Die ganze Wahrheit will man den Kleinen aber wohl nicht zumuten.

von
hst

Quelle: YouTube

Wie 20 Minuten Online berichtete, ist der seit einigen Wochen auch hierzulande verfügbare Dienst «Google Street View» bei vielen Nutzern populär, stösst aber bei Datenschützern auf Kritik, weil Autonummern und Gesichter auf den Fotos nicht ausreichend verwischt werden. Bis alle offenen Fragen mit dem eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür geklärt sind, wird Google keine neuen Gebiete aufschalten. Thür hatte die Verschlüsselungssoftware von Google als ungenügend bezeichnet, mit rechtlichen Schritten gedroht und Google sogar aufgefordert, «Street View» vom Netz zu nehmen.

Die IT-Webseite softpedia.com schrieb gestern, dass Google auch in Japan scharfe Kritik an seinem 360-Grad-Panoramen-Angebot erntet. Wurde kurz nach Start des Dienstes Ende 2008 bereits durchgesetzt, dass die Google-Autos mit niedriger montierten Kameras in Japan unterwegs sein müssen, kündigte Google dem Bericht zufolge nun eine weitere Massnahme zum Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer an. Denn auf zahlreichen Websites tauchten Bilder aus «Street View» auf. Der Suchmaschinenanbieter will nun von deren Betreibern verlangen, sie zu entfernen.

Ob das obige Video, welches von Google Japan ins Netz gestellt wurde, dazu dienen soll, Sympathiepunkte einzuheimsen, ist nicht bekannt. Im Clip wird «Street View» den Kleinsten erklärt. Die erwähnten Datenschutzprobleme liessen sich wohl schwer in Zeichentrick übertragen. Jedenfalls spielen sie keine Rolle.

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