Schweizer Radio: «Datensturm» schuld an Grosspanne

Aktualisiert

Schweizer Radio«Datensturm» schuld an Grosspanne

Kurz vor 3 Uhr nachts verstummten die nationalen Radiosender DRS, RSR, RSI und RTR für drei Stunden. Ursache der Panne war eine Fehlreaktion von IT-Komponenten.

von
aeg
Wegen Wartungsarbeiten kam es bei den nationalen Radiosendern zu der Panne.

Wegen Wartungsarbeiten kam es bei den nationalen Radiosendern zu der Panne.

Grosspanne beim Schweizer Radio: Alle Radiosender von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) waren am frühen Mittwochmorgen während teilweise über drei Stunden nicht mehr zu empfangen. Kurz nach 6 Uhr waren alle Sender wieder auf Sendung.

Die Radiosender von SRF verstummten um 2.43 Uhr, wie SRF-Sprecher Daniel Steiner sagte. Ab 4 Uhr seien die Sender wieder nach und nach zu empfangen gewesen. Während DRS1 um 5.50 Uhr wieder auf Sendung war, konnte sein Westschweizer Pendant RSR1 erst um 6.10 Uhr wieder empfangen werden. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Sender wieder zu hören.

Betroffen waren die Kanäle UKW, DAB und das Internet. Wichtige Informationen an die Bevölkerung für Notsituationen wären aber laut Steiner auch während der Panne möglich gewesen. Dafür wird ein separates Netz betrieben.

Schwierigkeiten bei Umbauarbeiten im IT-Netzwerk

Zum Sendeausfall führte laut SRG eine Fehlreaktion von IT-Komponenten. Bei geplanten nächtlichen Umbauarbeiten im IT-Netzwerk der SRG kam es zu unerwarteten Schwierigkeiten. Ein sogenannter «Datensturm» löste einen enormen Datenverkehr zwischen zwei Servern aus.

Diese reagierten aus noch unbekannten Gründen mit einem Factory-Reset: Sämtliche Einstellungen gingen verloren, was auch zum vorübergehenden Ausfall der Audiosignale führte. Die SRG klärt nun zusammen mit den Lieferanten ab, wie es dazu kommen konnte und wie ein solcher Vorfall künftig vermieden werden kann.

Hörer riefen Radiostudios an

Zahlreiche Hörerinnen und Hörer riefen am frühen Morgen in den Radiostudios an, um sich über die Panne zu erkundigen, wie im Radiostudio in Lausanne gesagt wurde.

Betroffen waren alle Programme der nationalen Sender der Deutschschweiz (DRS), der Westschweiz (RSR), des Tessins (RSI) und der rätoromanischen Schweiz (RTR). (aeg/sda)

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