Aktualisiert 09.07.2014 15:08

Mann gegen Mann

Dauerläufer gegen Überflieger

Der zweite WM-Halbfinal Argentinien gegen Holland ist auch das Duell zweier Superstars: Arjen Robben und Lionel Messi.

von
heg

An der Fussball-WM in Brasilien wird im zweiten Halbfinal zwischen Argentinien und Holland der Finalgegner von Deutschland gesucht. Die Augen werden dabei auch speziell auf die beiden Spieler Arjen Robben und Lionel Messi gerichtet sein.

Robben ist nicht nur ein Dauerbrenner bei Holland, sondern auch ein Dauerläufer. 55 Kilometer hat er in den fünf bisherigen WM-Spielen zurückgelegt. Das sind 14 Kilometer mehr als Messi für Argentinien in gleich vielen Partien abspulte. Nimmt man den Durchschnitt, ist der Bayern-Angreifer ein Spiel mehr gerannt als der Offensivspieler von Barcelona. Allerdings hat Robben 27 Minuten mehr gespielt als Messi.

«La Pulga» als Schaltstelle

Während Robben bei Holland mehr mit Bällen bedient wird, zieht Messi sie bei Argentinien magisch an. Die Teamkollegen bedienen «La Pulga» (der Floh) in der Hoffnung, dass er das Tor selbst schiesst oder einen genauen Pass auf einen Kameraden spielt. 180 Zuspiele von Messi kamen beim Kollegen an. Bei Robben sind es nur 129 Pässe.

Was die Torausbeute betrifft, hat Messi gegenüber Robben die Nase ebenfalls vorn. Der argentinische Überflieger hat vier Treffer erzielt, der wirblige Holländer drei. Torschüsse lieferten beide 17 ab.

Negative Argentinien-Bilanz

Was die Direktbegegnungen betrifft, haben die Südamerikaner eine miserable Bilanz. Nur einmal konnten sie gegen Holland gewinnen. 1978 wurden sie dank einem 3:1-Finalsieg nach Verlängerung Weltmeister im eigenen Land. Dreimal gab es ein Unentschieden und viermal jubelten die Holländer.

Jubelt Holland auch am Mittwochabend, kommt es am Sonntag zu einem rein europäischen Final in Rio de Janeiro. Es wäre eine Premiere, dass eine Nationalmannschaft aus Europa auf dem südlichen Teil des amerikanischen Doppelkontinents den WM-Pokal gewinnt. Holt ihn allerdings Argentinien, wäre es für die gedemütigten Brasilianer umso bitterer, weil der Erzrivale in ihrem Land triumphiert.

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