Aktualisiert 05.05.2015 12:56

Hinten dichtmachenDauerläufer Lichtsteiner gegen Reals Offensivpower

Beim Knaller gegen Real Madrid wird sich Juventus Turins Verteidiger Stephan Lichtsteiner warm anziehen müssen. Reals Offensive hat Sonderklasse.

von
hua
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Juventus Turins Verteidiger Stephan Lichtsteiner bekommt es im Champions-League-Halbfinal mit der geballten Offensivpower von Real Madrid zu tun.

Juventus Turins Verteidiger Stephan Lichtsteiner bekommt es im Champions-League-Halbfinal mit der geballten Offensivpower von Real Madrid zu tun.

Keystone/AP/Antonio Calanni
Eine der Aufgaben des 30-Jährigen wird es sein, Cristiano Ronaldo zu stoppen - oder zumindest die Wege des Superstars zu stören.

Eine der Aufgaben des 30-Jährigen wird es sein, Cristiano Ronaldo zu stoppen - oder zumindest die Wege des Superstars zu stören.

Keystone/AP/Martin Meissner
Der Luzerner bestritt in der aktuellen Saison alle zehn Partien in der Königsklasse für die Alte Dame.

Der Luzerner bestritt in der aktuellen Saison alle zehn Partien in der Königsklasse für die Alte Dame.

Keystone/AP/Massimo Pinca

Der Luzerner Stephan Lichtsteiner gehört zu den besten Verteidigern der Welt. Auf der rechten Aussenbahn schützt er sowohl die Goalie-Legende Gianluigi Buffon im Tor von Juventus Turin als auch die Schweizer Nati-Keeper, zurzeit Yann Sommer. Der 30-jährige Lichtsteiner wurde am vergangenen Wochenende zum vierten Mal in Serie mit Juve italienischer Meister. Der Aussenverteidiger ist ein wichtiges Mosaikstück beim Erfolg der Alten Dame.

Diese will gegen Real Madrid den Einzug in den Champions-League-Final bewerkstelligen. Heute geht das erste Treffen in Turin über die Bühne. Dabei bekommt es Lichtsteiner mit der geballten Offensivpower Reals zu tun. Und da sticht einer heraus: Cristiano Ronaldo. Gegen den Portugiesen wird der Schweizer auf der Hut sein müssen. CR7s Schnelligkeit und Explosivität gilt es zu unterbinden, indem er die Räume eng macht. Ronaldo wird aber auch über die Mitte den Weg zum Tor suchen, dann müssen Lichtsteiners Kollegen ran. Ausserdem bekommt es der 30-Jährige mit Gareth Bale, Isco oder James Rodriguez zu tun, die immer für Gefahr sorgen können. Die Einstellung beim Luzerner stimmt:

90-Minuten-Mann Lichtsteiner

Lichtsteiner muss sich vor solchen Offensiv-Boliden nicht fürchten. Der Schweizer stand in der bisherigen Saison nicht nur in der Serie A seinen Mann, in der Champions League bestritt der 30-Jährige alle zehn Partien. Dabei stand er immer in der Startelf und absolvierte von 900 möglichen Minuten deren 897. Er sah nur zweimal eine gelbe Karte, hat sein Temperament also im Griff.

Juve ist nicht bekannt für seine starke Offensive, sondern für eine stabile Defensive. Das zeigt sich im Torverhältnis. In den zehn Partien erzielte die Alte Dame 13 Treffer und kassierte 5 Gegentore. Mitunter ist das der Verdienst Lichtsteiners. Nun soll mit dem Finaleinzug die Sensation perfekt gemacht werden.

Real als letzter Sieger

«Man weiss, wie schwierig es ist, die Champions League zu gewinnen. Man träumt davon und macht alles dafür», sagte Lichtsteiner im Interview mit 20 Minuten anfangs April. Obwohl für viele Juves Weiterkommen gegen das grosse Real einer Sensation gleichkommen würde, ist dieses Szenario nicht so abwegig. Denn die Bilanz gegen die Königlichen ist ziemlich ausgeglichen. Bei 16 Begegnungen siegten die Italiener 7 Mal, die Spanier 8 Mal, und es kam zu nur einem Unentschieden (2:2). Dieses kam in der vergangenen Saison in der Champions-League-Gruppenphase zustande.

Den wichtigsten Sieg aber fuhr Madrid ein. Im Final der Königsklasse 1998 schoss der Montenegriner Predrag Mijatovi die Königlichen beim 1:0 ins Glück. Der letzte Triumph Juves gegen die Spanier datiert von der Saison 2008/09. Damals gewannen die Piemonteser 2:0 in Madrid. Dabei handelte es sich aber um ein Gruppenspiel und beide Teams kamen letztlich weiter.

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