Unwetter: Dauerregen hat die Schweiz weiter im Griff
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UnwetterDauerregen hat die Schweiz weiter im Griff

In der Nacht auf Dienstag fiel etwas weniger Regen, doch die Lage beruhigt sich nicht wirklich. Und: Bereits ab Mittwochmittag ist erneut mit viel Niederschlag zu rechnen.

von
ann

Im Napfgebiet ist in der Nacht auf Dienstag einmal mehr am meisten Niederschlag gefallen. In der Region leisteten die Feuerwehren rund 150 Einsätze. Der Regen sorgte aber auch in anderen Teilen der Schweiz für Strassen- und Schienenstörungen.

Vom Südtessin über die Alpen bis ins Wallis fielen in den letzten 24 Stunden zwischen 30 und 60 Millimeter Niederschlag. Einen Spitzenwert gab es in Giswil OW mit 70 Millimetern. «Hotspot war einmal mehr das Napfgebiet», hiess es bei MeteoSchweiz auf Anfrage.

Wie die Luzerner Polizei am Dienstag auf Anfrage mitteilte, waren bis gegen 2 Uhr im Gebiet Entlebuch, Willisau und Sempachersee 22 Feuerwehren mit 700 Personen im Einsatz. Sie rückten in 150 Fällen aus, dabei ging es mehrheitlich um überschwemmte Keller und Strassen. Es kam auch zu kleinen Erdrutschen, die Strassen seien mittlerweile aber alle wieder frei.

Stromausfälle im Emmental

Betroffen war erneut auch das Emmental. Die am vergangenen Donnerstag von einem Unwetter verwüsteten Ortschaften Schangnau und Bumbach hätten eine vergleichsweise ruhige Nacht erlebt, sagte der Informationschef des Führungsstabes Emmental, Georges Wüthrich. Das Problem seien die aufgeweichten Hänge.

Im Oberen Emmental hingegen seien in der Nacht alle Feuerwehren im Einsatz gewesen. Zwar habe der Hornbachgraben bei Sumiswald Hochwasser geführt und auf einzelnen Höfen sei der Strom zeitweise ausgefallen. Doch alle Personen hätten kontaktiert werden können.

Nur kurzzeitige Beruhigung

Eine angespannte, aber ruhige Regennacht verbrachte der Kanton Aargau. Einzig die Wigger schwoll bei Zofingen kurzzeitig von 5 auf 120 Kubikmeter an, worauf die Feuerwehr zu einer Lagebeurteilung ausrückte. Schäden gab es keine. «Sämtliche Abflüsse haben die prognostizieren Werte nicht erreicht, die Berner haben gut reguliert», hiess es beim Kantonalen Führungsstab auf Anfrage. Auf Hochwassersperren beim Rhein in Wallbach werde verzichtet.

Zwar beruhigt sich die Lage an der Regenfront im Laufe des Dienstagvormittags, wenn auch in Richtung Ostschweiz noch mit Niederschlag zu rechnen ist. Und: Bereits ab Mittwochmittag fallen laut MeteoSchweiz besonders auf der Alpennordseite wieder 20 bis 40 Millimeter Niederschlag. (ann/sda)

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