29.03.2020 06:22

Vertrauliches Lagebulletin

Dauert der Lockdown bis nach den Sommerferien?

Gemäss einem vertraulichen Lagebulletin von Schutz und Rettung Zürich könnten die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus «massiv verlängert» werden.

von
rab
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Gemäss einem vertraulichen Lagebulletin von Schutz und Rettung Zürich könnten die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus «massiv verlängert» werden – möglicherweise bis nach den Sommerferien.

Gemäss einem vertraulichen Lagebulletin von Schutz und Rettung Zürich könnten die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus «massiv verlängert» werden – möglicherweise bis nach den Sommerferien.

Das wegen der Covid-19-Pandemie verschärfte Grenzregime fordert das Zollpersonal. Darum unterstützen Militärpolizisten und ein Milizbataillon bei der Sicherung der Schweizer Grenzen. (Symbolbild)

Das wegen der Covid-19-Pandemie verschärfte Grenzregime fordert das Zollpersonal. Darum unterstützen Militärpolizisten und ein Milizbataillon bei der Sicherung der Schweizer Grenzen. (Symbolbild)

Keystone/Gian Ehrenzeller
Arbeitgeber müssen für Arbeitnehmer spezielle Massnahmen treffen, damit sie weiterhin ihre Arbeit verrichten können. (Symbolbild)

Arbeitgeber müssen für Arbeitnehmer spezielle Massnahmen treffen, damit sie weiterhin ihre Arbeit verrichten können. (Symbolbild)

Keystone/Alexandra wey

Homeoffice, Homeschooling, Lockdown – die Schweiz ist im Ausnahmezustand und dieser dürfte laut der «NZZ am Sonntag» (Artikel kostenpflichtig) länger als bis zum 19. April dauern. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen von der Bundesratssitzung. Auch nach dem 19. April könne höchstens eine schrittweise Lockerung der Massnahmen anvisiert werden, hiess es.

In einem vertraulichen Lagebulletin vom Dienstag, aus dem der «SonntagsBlick» zitiert, wagte zudem Schutz & Rettung Zürich eine Prognose. Die «wahrscheinlichste Lageentwicklung» ist demnach, dass die Pandemie nicht genügend eingedämmt werden kann. Daher müssten die Massnahmen weiter verschärft und «massiv verlängert» werden – über die Sommerferien hinaus.

Politiker und Wirtschaft fordern raschen Ausstiegsplan

Inzwischen plädierten aber bürgerliche Politiker für eine möglichst rasche, schrittweise Rücknahme der Massnahmen: «Der Lockdown fordert einen zunehmend hohen Tribut», sagte etwa SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi der «NZZ am Sonntag». «Tausende von KMU werden Konkurs anmelden müssen», betonte er. Junge sollten allerdings wieder zur Arbeit gehen können, sobald die Zahl der Neuansteckungen signifikant zurückgehe, hiess es.

Alle Geschäfte wie Coiffeure, Gärtnereien, Metzgereien, Elektronikartikel-Läden und Do-it-yourself aber auch Zahnarztpraxen sollten tröpfchenweise wieder geöffnet werden, sagte Aeschi ausserdem der «SonntagsZeitung» (Artikel kostenpflichtig). Der Präsident des Arbeitgeberverbands, Valentin Vogt, sagte der «NZZ am Sonntag», er gehe von einem kontrollierten Hochfahren des öffentlichen Lebens aus: «Wichtig ist, dass mit der Planung umgehend begonnen wird.»

Politiker und Wirtschaft fordern vom Bundesrat einen raschen Ausstiegsplan aus dem Corona-Lockdown. Die SVP verlangt jetzt, dass die Beschränkungen für die Wirtschaft ab dem 19. April schrittweise gelockert werden. «Ab diesem Tag sollten alle Geschäfte wie Coiffeure, Gärtnereien, Metzgereien, Elektronikartikel-Läden und Do-it-yourself, aber auch Zahnarztpraxen tröpfchenweise wieder geöffnet werden», sagt SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi gemäss der «SonntagsZeitung». Eine parteiinterne Arbeitsgruppe arbeitet an konkreten Vorschlägen zum Hochfahren der Wirtschaft.

(rab/sda)

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