David Bisbal: «Ich bin kein bisschen Latin Lover»

Aktualisiert

David Bisbal: «Ich bin kein bisschen Latin Lover»

In Venezuela und Mexiko ist er ein Superstar, in seiner Heimat Spanien sowieso. Nun setzt David Bisbal (27) auch zur Eroberung der Schweiz an.

Am Dienstag hast du im Kaufleuten dein erstes Schweizer Konzert gegeben. Wie wars?

David Bisbal: Unglaublich! Ich war gerührt! Ohnehin gefallen mir die Schweiz und Zürich sehr gut: Die sauberen Strassen, der See ... Das spannendste aber ist, dass es hier fast keinen Verkehr gibt. Man findet immer einen Parkplatz.

Da gibt es andere Ansichten. Aber wechseln wir das Thema: Die Leute sangen all deine Lieder mit. Überrascht?

Bisbal: Und wie! Ich weiss, dass es hier eine grosse spanische Gemeinde gibt. Trotzdem habe ich mich zuweilen gefragt: Wo bin ich eigentlich – in der Schweiz oder in Spanien?

Dass du hier den grossen Durchbruch noch nicht hattest, ist wohl sprachbedingt. Wie wichtig sind dir die Texte?

Bisbal: Sie werden immer wichtiger. Mal sind sie romantisch, dann sehr sinnlich oder erotisch, dann wieder gesellschaftskritisch. Noch wichtiger ist aber, dass meine Musik die Leute mitreisst.

Auf der Bühne bestichst du durch deine Show. Siehst du dich mehr als Entertainer oder als Musiker?

Bisbal: Ich möchte schon als Musiker wahrgenommen werden – obwohl ich kein Instrument spiele. Aber das Publikum gibt mir so viel Energie, dass ich mich auf der Bühne kaum mehr halten kann.

Du wirst als Latin Lover promotet. Stört es dich, dass dieses Image vor der Musik kommt?

Bisbal: Die Leute kennen mich nicht – das Erste, was sie wahrnehmen, ist halt das Image. Aber wenn du mich fragst: Ich bin kein bisschen Latin Lover. Ich will bloss meine Musik mit anderen Menschen teilen.

Claudia Schlup

Latino-Sounds stürmen Charts

Kaum steigen die Temperaturen, hört man aus Radios, Cabrios und am See vor allem eines: Latino-Beats. Neben David Bisbal und seinem neuen Album «Premonición» ist in diesem Jahr vor allem Julieta Venegas angesagt. Nach dem Erfolg von «Me voy» in den USA schafft die 36-Jährige langsam, aber sicher auch in unseren Breiten den Durchbruch. Diesen schon längst geschafft haben die Cuba-Boys von Orishas: Am Freitag erschien ihre beeindruckende Best-of «Antidiotico» – eine Doppel-CD mit DVD, vollgestopft mit Ohrwürmern. Die Latino-Welle findet am 1. Juni ihre Fortsetzung, wenn die kubanische Sexbombe Mayra Veronica ihr Debüt «Vengo Con To» veröffentlicht. (nik)

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