Aktualisiert 10.03.2011 22:33

Schrumpf-Penis

David hatte wohl Angst vor Goliath

Michelangelos David gilt als Abbild des perfekten Mannes. Er hat nur einen «winzigen» Makel: Sein bestes Stück ist viel zu klein. Forscher behaupten jetzt, es sei aus Angst vor Goliath geschrumpft.

von
Lorenz Hanselmann

Ein idealer Körper, gestählte Muskeln, vollendete Gesichtszüge: Der David von Michelangelo ist eigentlich perfekt. Doch im Vergleich zu seiner Körper­grösse von 4,34 Metern wirkt der «pisello» der Statue richtig mickrig. In Florenz ist der «kleine David» deshalb schon längst ein Running Gag.

Nun haben die italienischen Medizin-Professoren Massimo Gulisano und Pietro Bernabei den David mit dem Computer untersucht – und treten an, seine Männlichkeit zu retten. Weder sei es beim Modell-Stehen besonders kalt ­gewesen, noch sei Michelangelo ein Kunstfehler unterlaufen. Laut den Forschern war es die nackte Angst, die Davids Penis schrumpfen liess. Die Statue zeigt David demnach, nur kurz bevor er den Riesen Goliath mit der Steinschleuder erlegt. Auch die geweiteten Augen, die zusammengezogenen Brauen oder die geblähten Nasenlöcher wiesen darauf hin, dass David stark angespannt war und Todesangst empfunden haben muss, so Barnabei. In so einem Moment sei es typisch, dass sich die Geschlechtsorgane eines Menschen zusammen­ziehen.

Einen endgültigen Beweis für ihre Penis-Theorie haben die Forscher allerdings nicht. Davids bestes Stück muss also wohl weiterhin für Witze und dumme Sprüche herhalten.

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