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Interview mit RothDavid Roth tritt Wermuths Erbe an

Der Luzerner David Roth wurde am Samstag als Nachfolger von Cédric Wermuth zum Präsidenten der Juso Schweiz gewählt. Er tritt ein schweres Erbe an.

von
Rahel Schnüriger
Der neue Juso-Präsident David Roth wird von Vorgänger Cédric Wermuth mit einer Rose beschenkt. (Foto: keystone)

Der neue Juso-Präsident David Roth wird von Vorgänger Cédric Wermuth mit einer Rose beschenkt. (Foto: keystone)

David Roth, was wollen Sie als Juso-Präsident erreichen?

David Roth: Wir wollen vor allem in ländlichen Gebieten noch mehr junge Leute zur linken Politik motivieren. Inhaltlich soll die ungerechte Geldverteilung auf dieser Welt überwunden werden, die vor allem durch den Kapitalismus verschuldet ist.

Die Überwindung des Kapitalismus?

Ja. Der Kapitalismus ist gescheitert, er ist ein Bereicherungssystem von ein paar wenigen. Wir streben aber keine Planwirtschaft oder gar den Kommunismus an, sondern ganz einfach Demokratie von A bis Z.

Das bedeutet konkret?

Jeder soll in allen Lebenslagen frei entscheiden und mitbestimmen können.

Sie sind gleichzeitig noch Grossstadtrat und Kantonsrats-Kandidat. Wo werden Sie zurückstecken?

Wenn ich in den Kantonsrat gewählt werde, muss ich wohl als Grossstadtrat zurücktreten. Ich rechne bereits jetzt mit einer 70-Stunden-Woche.

Werden Sie den provokativen Stil Ihres Vorgängers Cédric Wermuth beibehalten?

Zu Cédrics Anfängen war die Juso noch nicht so aktiv wie heute, und wir haben uns bewusst für diese Personalisierung entschieden. Ich werde ebenfalls in der Öffentlichkeit stehen – wir wollen aber über verschiedene Leute präsent sein.

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