Aktualisiert 10.03.2005 19:32

Subaru Minicar R1 / SUV B9David und Goliath bei Subaru

Es muss nicht immer Bernhard Russi sein: Am Stand von Subaru sorgt in diesem Jahr nicht der Ski-Evergreen für Furore, sondern David und Goliath – der Minicar R1 und der SUV B9 Tribeca.

Subaru ist Kult: Mit dem Justy haben die Japaner einst die Schweiz erobert, mit dem Impreza WRX STi zwar eines der sportlichsten, aber absolut hässlichsten Autos auf die Strasse gestellt und mit dem Legacy lauert in der Top-Ausführung ein Wolf im Schafspelz in der Mittelklasse. Das genügt den Subaru-Managern nicht mehr: 2005 zeigen die Japaner in Genf zwei Neuheiten – den Minicar R1 und den SUV B9 Tribeca.

Macht ein kleineres Auto als der Justy überhaupt Sinn? Ja, denn im Gegensatz zum in die Jahre gekommenen und biederen Justy steht der R1 putzmunter am Salon. Die extrem kurzen Überhänge, die geschwungene Dachlinie und die Sportfelgen machen den 2+2-Sitzer zum modernen Stadtflitzer.

Geflitzt kann mit dem R1 allerdings nur in der Stadt werden – die maximal 64 PS des 0,7-Liter-Vierzylinder-Motörchens sind für Sportler nicht geeignet. In Japan feiert der R1 trotzdem bereits Erfolge. Ob das Wägelchen auch in Europa lanciert wird, steht noch nicht fest.

Ebenso wenig haben die Japaner entschieden, ob die zweite Neuheit – der erste SUV von Allrad-Pionier Subaru – nach Europa gebracht wird. Schade, denn Subaru-Botschafter Bernhard Russi hätte es seiner Treue wegen längst verdient, endlich mal was Grösseres, Luxuriöseres und Spezielleres zu fahren. Denn Zuverlässigkeit allein ist zwar praktisch, aber auf Dauer auch langweilig.

In den USA läuft der Subaru B9 Tribeca im Frühsommer an und hat gute Chancen, den immer noch wachsenden SUV-Markt zu erobern. Denn Subaru setzt – wie der Nissan Murano – auf moderne Formen: Statt mit bulligem Kühlergrill rollt der B9 mit einem schmucken «Alfa-Gesicht» an den Start. Das verwundert nicht, denn Ex-Alfa-Romeo-Designer Andreas Zapatinas zeichnet jetzt für Subaru. Unter dem Blech steckt Bewährtes: Der Sechszylinder-Boxermotor mit 245 PS soll den Siebensitzer moderat beschleunigen.

Eigentlich sieht es so aus, als hätten die Subaru-Macher die beiden Neulinge extra für die neuen Schweizer Subaru-Botschafter neben Bernhard Russi gebaut: Den R1 für Töffrennfahrer Tom Lüthi, den B9 Tribeca für DJ Bobo und seine «Tanzpiraten».

Dieter Liechti (Textlab)

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