Dritter Streich: Davide Rebellin gewinnt Flèche Wallonne

Aktualisiert

Dritter StreichDavide Rebellin gewinnt Flèche Wallonne

Erst vier Fahrer schafften es, die Flèche Wallonne drei Mal zu gewinnen. Seit Mittwoch gehört auch Davide Rebellin zum erlesenen Zirkel. Der Schweizer Michael Albasini fuhr auf den guten 9. Platz.

Der Italiener Rebellin setzte sich nach knapp 200 km in Huy (Be) in einem Bergsprint vor dem Luxemburger Andy Schleck und seinem Landsmann Damiano Cunego durch. Hervorragender Neunter wurde Michael Albasini. Vor einem Jahr war der Thurgauer sogar auf dem 7. Platz gelandet. Nach dem Schweden Thomas Lövkvist, der den 6. Rang belegte, war Albasini der zweitbeste Fahrer der amerikanischen Mannschaft Columbia.

Albasini war in Wallonien mit der Nummer 2 unterwegs. Die 1 trug sein Teamkollege und Vorjahressieger Kim Kirchen aus Luxemburg, der wegen eines Sturzes Mitte Februar an der Kalifornien-Rundfahrt aber noch nicht in Form ist.

Rebellin in erlesenem Kreis

Der bald 38 Jahre alte Rebellin hatte am Ende der bis zu 25 Prozent steilen Mauer von Huy schon 2004 und 2007 gewonnen. «Jetzt will ich es noch einmal schaffen», sagte der Olympia-Zweite von Peking. Bis dato muss er sich den Status als Rekordsieger des 1936 erstmals ausgetragenen Rennens mit Eddy Merckx (Be), Moreno Argentin (It) und Marcel Kint (Be) teilen.

Auf den letzten 40 Kilometern folgen sich zwar Angriff um Angriff. Keine der Spitzengruppen vermochte aber genügend Vorsprung zu ergattern. Am Beginn der finalen, 1,3 km langen Steigung waren fast 100 Fahrer zusammen. Mit Rebellin, Schleck, Cunego, dem spanischen Olympiasieger Samuel Sanchez und dem fünftklassierten Australier Cadel Evans setzten sich schliesslich in etwa jene Profis an die Spitze des Klassements, mit denen im Vorfeld des Rennens am meisten gerechnet wurde.

Der im Schweizer Jura wohnende Routinier Christophe Moreau musste 24 km vor dem Ziel die Waffen strecken. Der Franzose war schon 7 km nach dem Start in Charleroi aus dem Hauptharst entwichen und hatte über 160 km an der Spitze des Rennens zurückgelegt, wobei er einen Maximalvorsprung von 15:30 Minuten aufwies. (si)

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