Davos oder Bern werden Quali-Sieger
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Davos oder Bern werden Quali-Sieger

Der HC Davos oder der SC Bern werden am Sonntag zum Abschluss der Regular Season als Qualifikationssieger feststehen.

Davos empfängt am Sonntag zum Abschluss der Regular Season zuhause Fribourg-Gottéron, Bern muss in Ambri antreten. Davos setzte nach vier Niederlagen in Serie ein Zeichen der Stärke und siegte in Rapperswil mit 7:3. Michel Riesen steuerte bereits sein 36. Saisontor zu diesem Erfolg bei. Seit der Einführung der Playoffs (1985) hat nur Peter Jaks (Ambri-Piotta) als Schweizer mehr Tore in der Qualifikation erzielt.

Fribourg raubte Lugano letzte Chance

Das in den letzten Wochen gewaltig erstarkte Gottéron raubte dem Meister HC Lugano die letzte Chance auf den Qualifikationssieg. Die Freiburger gewannen 4:1 und haben fünf ihrer letzten sieben Partien gewonnen.

Und in den zwei Spielen, die sie in dieser Spanne nicht gewannen, holten die Freiburger zumindest einen Punkt. Gegen Lugano erwies sich die Truppe von Serge Pelletier als äusserst kampfstark und effizient. Lugano führte zwar die technisch feinere Klinge, scheiterte aber immer wieder am herausragend spielenden Torhüter Patrick Kucera.

Caryl Neuenschwander und Benny Plüss brachten Fribourg schon im ersten Abschnitt 2:0 in Führung. Im zweiten Abschnitt gelang Gil Montandon das 3:0 (36.). Andy Näser gelang für Lugano immerhin das Anschlusstor (37.); mehr Ertrag schaute für die Tessiner trotz hohem offensivem Aufwand nicht heraus. Der Internationale Thibaut Monnet stellte mit dem 4:1 in der 53. Minute den Freiburger Sieg sicher.

Bern wahrte Chance auf Qualifikationssieg

Der SC Bern wahrte seine Chance auf den neuerlichen Gewinn der Qualifikation (wie in der Vorsaison) mit einem 5:1 gegen den EHC Basel. Bern führte dank drei Ausländertoren schon nach 23 Minuten 3:0.

Die Berner konnten gegen Basel tun und lassen, was sie wollten. Der Gegner wirkte inferior, insbesondere in der Defensive. Zu einer Grosschance in der Offensive kam Basel erst im Schlussabschnitt, als die Gastgeber ihren Fans nichts mehr zeigen wollten. Zuvor war Bern aber durch Tore innerhalb von 146 Sekunden durch Sébastien Bordeleau (16.) und Simon Gamache (18.) früh auf die Siegerstrasse eingebogen. Verteidiger Toni Söderholm erhöhte in der 24. Minute auf 3:0, und spätestens nach der Doublette von André Rötheli und Thomas Ziegler binnen 76 Sekunden zum 5:0 verflog auch der letzte Hauch von Spannung.

HCD setzte Zeichen der Stärke

Nach vier Niederlagen in Serie setzte Davos mit einem 7:3- Sieg in Rapperswil wieder einmal ein Zeichen der Stärke. Andres Ambühl und Michel Riesen mit seinem bereits 36. Saisontreffer stellten die Weichen schon in den ersten neun Minuten auf Sieg.

Riesen ist damit seit Einführung der Playoffs im Jahre 1985 der einzige Schweizer Nationalliga-A-Stürmer neben Peter Jaks, der es in der Qualifikation auf mindestens 36 Treffer brachte. Der lange verletzt gewesene Davos-Verteidiger Marc Heberlein erzielte im Mitteldrittel das 3:1. Er war damit in seinem 18. Saisonspiel erstmals in dieser Spielzeit erfolgreich.

Reto von Arx und Alexandre Daigle erhöhten nach Spielmitte mit zwei Powerplaytoren vorentscheidend auf 5:1. Josef Marha traf im Schlussdrittel in Unterzahl zum 6:3. Im Rapperswiler Tor stand nach dem Shutout von Scott Langkow in Zürich diesmal wieder Marc Klingler, der bloss zwölf der ersten 17 Schüsse abwehren konnte. Am Sonntag kann Davos gegen Fribourg-Gottéron den Qualifikationssieg aus eigener Kraft sicherstellen.

Piros sorgte für weiteren EVZ-Heimsieg

Der EV Zug schaffte mit einer soliden Leistung und einem 5:2 gegen die SCL Tigers den angestrebten Pflichtsieg. Es war der sechste Heimerfolg in Serie des EV Zug.

Zugs tschechischer Stürmer Kamil Piros hatte mit zwei Treffern und einem Assist einen besonders produktiven Abend und wurde zum besten Spieler der Partie gewählt.

Späte Wende zum ZSC-Sieg

Servette sicherte sich dank eines gewonnenen Zählers zwar definitiv Platz 7 der Qualifikation, verlor aber das aufreibende Duell gegen den Achten ZSC Lions mit 4:5 nach Penaltyschiessen.

Die Equipe von Trainer Chris McSorley führte bis bis 154 Sekunden vor Schluss scheinbar vorentscheidend mit 4:2. Lukas Grauwiler und Witali Lachmatow 50 Sekunden vor der Schlusssirene realisierten für die ZSC Lions aber den späten Ausgleich. Beim 4:4 hatte ZSC-Goalie Reto Berra bereits einem zusätzlichen Stürmer Platz gemacht.

Reto Berra, der nächste Saison zum HC Davos wechseln wird und den kranken Ari Sulander ersetzte, avancierte im Finish zum Matchwinner. Berra hielt im Penaltyschiessen die drei Versuche von Kirby Law, Serge Aubin und Jamie Wright, derweil Robert Petrovicky für die Lions traf.

Kloten siegte wieder nach Penalties

Frédéric Rothen verwandelte den entscheidenden Penalty zum hart erkämpften 6:5-Überzeit-Sieg der Kloten Flyers gegen Ambri- Piotta. Kloten verpasste einen Dreipunkte-Gewinn und damit den Vorstoss vom fünften auf den vierten Platz.

Bereits das vorangegangene Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Teams in der Valascia hatten die Zürcher Unterländer im Penaltyschiessen zu ihren Gunsten entschieden. Im Schluefweg musste Ambri-Goalie Thomas Bäumle nun nach drei Gegentreffern in den ersten 13 Minuten den Platz an Klotens früheren Nummer-2-Keeper Flavio Lüdke überlassen. Für das Penaltyschiessen kehrte Bäumle ins Tor der Leventiner zurück.

Als Klotens Captain Romano Lemm in der 19. Minute mit seinem zweiten Treffer das 4:1 erzielte, schien die Partie entschieden. Doch das zuvor harmlose Ambri kam dann durch zwei Treffer unmittelbar vor und nach der ersten Pause wieder heran und kämpfte sich ins Spiel zurück. Verteidiger Nicholas Naumenko war bei der Aufholjagd zweimal für die Leventiner erfolgreich. Kloten feierte aber letztlich den vierten Heimsieg in Serie und bereits den fünften in Folge vor eigenem Publikum gegen Ambri.

Eishockey NLA, 43. Runde

Fribourg - Lugano 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)

St-Léonard. - 4870 Zuschauer. - SR Peer, Hofmann/Schmid.

Tore: 10. Neuenschwander (Geoffrey Vauclair, Haldimann) 1:0. 18. Benjamin Plüss (Tuominen, Birbaum)

2:0. 36. Montandon (Seydoux, Ngoy/Ausschluss Tristan Vauclair) 3:0. 37. Näser (Wirz) 3:1. 53. Monnet 4:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg, 5mal 2 Minuten gegen Lugano.

PostFinance-Topskorer: Monnet; Wallin.

Fribourg: Kucera; Seydoux, Ngoy; Heins, Birbaum; Studer, Reist; Marquis, Haldimann; Tuominen, Holden, Benjamin Plüss; Balej, Andrej Bykow, Monnet; Zenhäusern, Montandon, Lauper; Neuenschwander, Geoffrey Vauclair, Bastl.

Lugano: Züger; Julien Vauclair, Hänni; Snell, Cantoni; Hirschi, Tärnström; Nodari; Gardner, Sannitz,

Landon Wilson; Hentunen, Wallin, Jeannin; Conne, Romy, Tristan Vauclair; Näser, Wirz.

Bemerkungen: Fribourg ohne Sprunger, Munro, Sarno, Berger und Botter, Lugano ohne Reuille, Strudwick

und Murovic (alle verletzt).

Bern - Basel 5:1 (2:0, 3:0, 0:1)

BernArena. - 14 585 Zuschauer. - SR Stalder, Simmen/Sommer.

Tore: 16. Bordeleau (Rüthemann, Rolf Ziegler) 1:0. 18. Gamache (Patrik Bärtschi, Dubé/Ausschluss Astley) 2:0. 24. Söderholm (Gamache, Dubé) 3:0. 32. Rötheli (Daniel Meier, Corsin Camichel) 4:0. 34. Thomas Ziegler (Dubé, Patrik Bärtschi/Strafe angezeigt) 5:0. 49. Voisard (Camenzind, Bright/Ausschluss Rötheli)

5:1. - Strafen: 10mal 2 Minuten gegen Bern, 8mal 2 Minuten gegen Basel.

PostFinance-Topskorer: Gamache; Bright.

Bern: Bührer; Beat Gerber, Steinegger; Dominic Meier, Kobach; Jobin, Söderholm; Gautschi, Rolf Ziegler; Reichert, Thomas Ziegler, Raffainer; Rüthemann, Landry, Bordeleau; Gamache, Dubé, Patrik Bärtschi; Daniel Meier, Rötheli, Corsin Camichel.

Basel: Flavio Streit; Plavsic, Voisard; Lukas Gerber, Liimatainen; Astley, Stalder; Boss; Maneluk, Bright, Fuchs; Della Rossa, Camenzind, Collenberg; Walker, Chatelain, Anger; Tschannen, Schwarz, Stefan Schnyder.

Bemerkungen: Bern ohne Berglund (gesperrt) und Philipp Furrer (verletzt), Basel ohne Nüssli, Bundi, Tschuor, Voegele und Wüthrich (alle verletzt). - Pfostenschuss Gamache (17.).

Zug - SCL Tigers 5:2 (1:1, 3:1, 1:0)

Herti. - 3506 Zuschauer. - SR Mandioni, Abegglen/Kehrli.

Tore: 4. Piros (Grosek) 1:0. 12. Miettinen (Joggi, Stettler/Ausschluss Camichel) 1:1. 23. Petrow (Di Pietro, Camichel) 2:1. 30. Rizzello (Liniger, Neff) 2:2. 32. Grosek (Bürgler, Piros) 3:2. 36. Christen (Grosek, Hallberg/Ausschluss Neff) 4:2. 59. Piros (Grosek, Bürgler) 5:2. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 12mal 2 plus 10 Minuten (Joggi) gegen SCL Tigers.

PostFinance-Topskorer:Petrow; Tuomainen.

Zug: Weibel; Diaz, Hallberg; Richter, Back; Sbisa, Kress; Bürgler, Piros, Grosek; Christen, Oppliger, Meier; Petrow, Di Pietro, Camichel; Steinmann, Schnyder, Casutt.

SCL Tigers: Schoder; Stettler, Leuenberger; Aegerter, Moser; Lüthi, Ramholt; Blum; Neff, Sutter, Joggi; Tuomainen, Högardh, Siren; Toms, Liniger, Miettinen; Debrunner, Gerber, Rizzello.

Bemerkungen: Zug ohne Simon Fischer, Maurer, Sutter und Fazio (alle verletzt) sowie Duca (gesperrt), SCL Tigers ohne Fast (verletzt). - 51. Pfostenschuss Richter. 54. Timeout SCL Tigers.

Rapperswil-Jona Lakers - Davos 3:7 (1:2, 2:3, 0:2)

Lido. - 6100 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann, Mauron/Rebillard.

Tore: 4. Ambühl (Leblanc) 0:1. 9. Riesen (Burkhalter, Crameri) 0:2. 14. Czerkawski (Murray/Ausschluss Taticek/Strafe angezeigt) 1:2. 26. Heberlein (Marha, Daigle) 1:3. 34. Reto von Arx (Riesen, Blatter/Ausschluss Bayer, Morger) 1:4. 35. Daigle (Sarault, Ambühl/Ausschluss Morger) 1:5. 36:00 Nordgren (Roest, Eloranta/Ausschluss Jan von Arx) 2:5. 40. (39:19) Guyaz (Nordgren, Roest) 3:5. 44. Marha (Ausschluss Reto von Arx!) 3:6. 53. Burkhalter (Reto von Arx, Riesen) 3:7. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Rapperswil, 8mal 2 Minuten gegen Davos.

PostFinance-Topskorer: Roest; Daigle.

Rapperswil: Klingler; Koivisto, Fischer; Guyaz, Gmür; Bayer, Geyer; Berger; Nordgren, Roest, Eloranta; Czerkawski, Kamber, Murray; Schrepfer, Bütler, Friedli; Walster, Morger, Reto Müller.

Davos: Hiller; Gianola, Crameri; Blatter, Heberlein; Winkler, Randegger; Jan von Arx; Pascal Müller; Riesen, Reto von Arx, Burkhalter; Sarault, Marha, Daigle; Guggisberg, Rizzi, Ambühl; Leblanc, Taticek, Radunske.

Bemerkungen: Rapperswil ohne Streit, Micheli, und Schefer (alle verletzt) sowie Langkow (überzähliger Ausländer). Davos ohne Chawanow und Varada (beide verletzt). Baumann und Furrer. - Pfostenschüsse: 13. Eloranta, 23. Marha.

Kloten Flyers - Ambri-Piotta 6:5 (4:2, 0:1, 1:2, 0:0) n.P.

Schluefweg. - 4019 Zuschauer. - SR Prugger, Kehrli/Stäheli.

Tore: 5. Brimanis (Lindemann, Hamr/Ausschluss Pont) 1:0. 11. Lemm (Pittis, Herperger/Ausschluss Du Bois) 2:0. 13. Jenni (Brimanis) 3:0. 18. Celio (Naumenko) 3:1. 19. Lemm (Hofer, Jenni) 4:1. 20. (19:10) Naumenko 4:2. 22. Kostovic (Svensson) 4:3. 42. Rothen (Herperger, Bühler/Ausschluss Höhener) 5:3. 50. Trudel (Somervuori, Naumenko/Ausschluss Schulthess) 5:4. 59. Naumenko (Du Bois) 5:5. - Penaltyschiessen: Herperger -, Trudel -; Lemm -, Domenichelli -, Rintanen -, Somervuori -; Christen -, Pittis -, Trudel -, Rothen 1:0. - Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Herperger) gegen Kloten, 13mal 2 Minuten gegen Ambri.

PostFinance-Topskorer: Rintanen; Trudel.

Kloten: Rüeger; Von Gunten, Hamr; Brimanis, Stephan; Schulthess, Hofer; Schöbi, Welti; Lindemann, Pittis, Rintanen; Rothen, Herperger, Bühler; Lemm, Jenni, Wick; Ehrenspger, Kellenberger, Brunner.

Ambri: Bäumle (13. Lüdke/Bäumle wieder im Penaltyschiessen); Naumenko, Höhener; Svensson, Tallarini; Du Bois, Mattioli; Ott, Gianini; Somervuori, Domenichelli, Trudel; Kostovic, Pont, Demuth; Bianchi, Cereda, Imperatori; Christen, Celio, Baldi.

Bemerkungen: Kloten ohne Klöti, Guignard, Stancescu und Pfister (alle verletzt), Ambri ohne Schena und Siritsa (beide verletzt). - 57. Timeout Kloten.

Genf-Servette - ZSC Lions 4:5 (1:0, 1:2, 2:2, 0:0) n.P.

Les Vernets. - 5012 Zuschauer. - SR Reiber, Arm/Küng.

Tore: 15. Jamie Wright (Aubin, Law) 1:0. 25. Petrovicky (Pavlikovsky) 1:1. 29. Bartovic (Alston, Seger) 1:2. 40. (39:22) Knöpfli (Schilt) 2:2. 45. Breitbach 3:2. 51. Jamie Wright (Law) 4:2. 58. Grauwiler (Adrian Wichser) 4:3. 60. (59:10) Lachmatow (Petrovicky) 4:4 (ohne Torhüter). - Penaltyschiessen: Law -, Petrovicky 0:1; Aubin -, Alston -; Jamie Wright -. - Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Breitbach) gegen Genf-Servette, 7mal 2 plus 10 Minuten (Kim Lindemann) gegen die ZSC Lions.

PostFinance-Topskorer: Aubin; Pavlikovsky.

Genf-Servette: Mona; Olivier Keller, Breitbach; Mercier, Bezina; Gobbi, Schilt; Rytz, Bonnet; Cadieux, Trachsler, Savary; Law, Aubin, Jamie Wright; Fedulow, Meunier, Treille; Rivera, Augsburger, Knöpfli.

ZSC Lions: Berra; Stoffel, Suchy; Blindenbacher, Forster; Seger, Daniel Schnyder; Leeger; Petrovicky, Pavlikovsky, Lachmatow; McTavish, Adrian Wichser, Stirnimann; Alston, Zeiter, Bartovic; Bieber, Grauwiler, Kim Lindemann; Paterlini.

Bemerkungen: Genf-Servette ohne Déruns und Horak (beide verletzt), ZSC Lions ohne Sulander, Kout, Helfenstein (alle krank) und Steiner (geschont). - Timeout Genf-Servette (30.). - Bartovic scheitert mit Penalty an Mona (35.). - Pfostenschuss Lachmatow (62.).

(SI)

Spiele der letzten NLA-Qualifikationsrunde: Sonntag, 18. Februar (alle 15.45 Uhr): Ambri-Piotta - Bern. Basel - Kloten. Davos - Fribourg- Gottéron. Lugano - Genf-Servette. Langnau -Rapperswil-Jona. ZSC Lions - Zug.

Playoff-/Playout-Wahlverfahren am Dienstag in Bern (BEA Expo): 1. Runde Playoff-Viertelfinals (best-of-7) und 1. Runde Playout (best of 7) am Samstag, 24. Februar.

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